Neue weitreichende Corona-Impflicht in Griechenland, auch schärfere Regeln für Touristen

Von Alexia Angelopoulou und Takis Tsafos

Athen (Griechenland) - Die griechische Regierung hat am Dienstag eine weitreichende Impflicht und neue Auflagen für den Freizeitbereich angekündigt.

Touristen spazieren über die Athener Akropolis.
Touristen spazieren über die Athener Akropolis.  © dpa/AP/Petros Giannakouris

So müssen sich in den kommenden Wochen alle Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitssektor verpflichtend impfen lassen - andernfalls werden sie ohne Gehalt von ihrer Arbeit freigestellt.

Auch Touristen sind betroffen, denn in geschlossenen Räume von Kinos, Theatern und Gastro dürfen künftig nur noch Geimpfte Platz nehmen. Außerdem gilt bis mindestens Ende August landesweit ein Tanzverbot.

Man habe auf einen ruhigen Sommer gehofft, doch in den vergangenen zwei Wochen habe sich das Bild stark geändert, begründete Wirtschaftsminister Adonis Georgiadis (48) die Maßnahmen.

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Die griechische Gesundheitsbehörde hatte nach einer Phase sehr niedriger Fallzahlen zuletzt täglich rund 2000 Neuinfektionen für die rund 11 Millionen Einwohner des Landes gemeldet. "Es darf nicht der Eindruck entstehen, Griechenland hätte die Kontrolle über die Pandemie verloren", sagte Georgiadis.

Im Unterhaltungs- und Gastro-Bereich soll eine App den Betrieben die Kontrolle der QR-Codes auf den Impfbescheinigungen erleichtern.

Ob auch das deutsche gelbe Impfbüchlein gilt, war vorerst unklar - bei der Einreise nach Griechenland wird es akzeptiert.

In Griechenland beginnt der "Sommer der Sitzenden"

Touristen sitzen in einem Café in Areopoli. Stehen dürfen sie fortan nicht mehr in den Lokalen.
Touristen sitzen in einem Café in Areopoli. Stehen dürfen sie fortan nicht mehr in den Lokalen.  © dpa/Socrates Baltagiannis

In Außenbereichen hingegen dürfen weiterhin alle Gäste empfangen werden, allerdings bei verringerter Kapazität. Außerdem kündigte Georgiadis den "Sommer der Sitzenden" an. Damit ist gemeint, dass die Menschen nicht eng aneinander gedrängt in Bars stehen oder gar tanzen dürfen. Stattdessen müssen alle Platz nehmen.

Den Betrieben drohen bei Zuwiderhandlung hohe Strafen. So können Altenheime, Kliniken und andere Gesundheitsbetriebe mit Bußgeldern zwischen 50.000 und 200.000 Euro belegt werden, wenn ihr Personal nicht geimpft ist.

Gastro- und Unterhaltungsbetrieben drohen bis zu 10.000 Euro Strafe und bis zu sechs Wochen Zwangsschließung.

Titelfoto: dpa/AP/Petros Giannakouris

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