Boris Johnson mächtig unter Druck, doch der Premier hat einen Corona-Plan für Weihnachten

London - Wie geht es eigentlich unseren britischen Nachbarn im Corona-November? Nicht besonders gut, doch Regierungschef Boris Johnson (56) hat bereits einen Masterplan für die Weihnachtszeit ausgeheckt.

Boris Johnson spricht in einer Videokonferenz in der 10 Downing Street während der Prime Minister's Question.
Boris Johnson spricht in einer Videokonferenz in der 10 Downing Street während der Prime Minister's Question.  © House Of Commons/PA Wire/dpa

Das Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten ist Berichten zufolge für viele Briten trotz Corona-Pandemie gesichert. Zwischen dem 22. und 28. Dezember wolle Premier Boris Johnson hierfür einige Vorschriften lockern, schrieb der Telegraph am Sonntag.

Details zu neuen Corona-Maßnahmen wird Johnson am Montag bekanntgeben, wie ein Regierungssprecher in London sagte.

In Umfragen hatten viele Briten erklärt, sie würden Pandemie-Regeln brechen, um ihre Angehörigen an Weihnachten doch noch besuchen zu können. Nach einem Bericht des Senders Sky News sollen über Weihnachten auch die Kirchen offen sein und Besuche von Pubs und Restaurants unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden.

Bis Anfang Dezember gibt es in England noch einen Teil-Lockdown. In der Zeit gelten sehr strikte Kontaktbeschränkungen und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Schulen und Universitäten sind hingegen geöffnet. Danach wird laut Downing Street wieder das dreistufiges System gelten, in dem unterschiedlich scharfe Maßnahmen greifen.

Wahrscheinlich müssten mehr Regionen in eine höhere Stufe eingeordnet werden, teilte am Sonntag die Regierung mit. Mit Massentests und Impfungen hofft sie, in den kommenden Monaten die Pandemie in den Griff zu bekommen. Jeder britische Landesteil entscheidet im Kampf gegen das Coronavirus über seine eigenen Maßnahmen.

London: Passanten gehen durch die festlich dekorierte Fußgängerzone St Christopher's Place vorbei an geschlossenen Geschäften.
London: Passanten gehen durch die festlich dekorierte Fußgängerzone St Christopher's Place vorbei an geschlossenen Geschäften.  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Johnson wird vorgeworfen, falsch auf die Corona-Krise reagiert zu haben. Er arbeitet zurzeit in Isolation, weil er Kontakt mit einem Infizierten hatte. Bislang sind etwa 55.000 Corona-Infizierte in Großbritannien gestorben - so viele wie in keinem anderen europäischen Land.

In den vergangenen zwei Wochen zählte Großbritannien mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern laut der EU-Seuchenbehörde ECDC 491 Infektionen pro 100.000 Menschen.

Titelfoto: House Of Commons/PA Wire/dpa

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