Boris Johnson verschuldet? Mahnbescheid von Gericht aufgetaucht!

London (Großbritannien) - Boris Johnson (56) kommt nicht aus den Negativschlagzeilen über sein Privatleben heraus.

Hat Boris Johnson (56) Geldprobleme? Ein Gericht mahnte eine offene Forderung an.
Hat Boris Johnson (56) Geldprobleme? Ein Gericht mahnte eine offene Forderung an.  © dpa/PA Wire/Dan Kitwood

Wie am heutigen Mittwoch bekannt wurde, ist gegen den britischen Premierminister von einem Gericht bereits im vergangenen Oktober ein Mahnbescheid über 535 Pfund (umgerechnet rund 623 Euro) ausgestellt worden. Das geht aus einem öffentlich zugänglichen Register hervor.

Ob Boris Johnson jemandem Geld schuldet und wenn ja, wem und wofür, konnte ein Regierungssprecher zunächst nicht beantworten. "Es hat nichts mit der Renovierung des Downing-Street-Grundstücks zu tun", sagte er lediglich.

Der konservative Regierungschef hatte sich in den vergangenen Wochen unangenehme Fragen über die aufwendige Renovierung seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street gefallen lassen müssen.

Sein früherer Chefberater Dominic Cummings (49) behauptete, der Premier habe die Renovierung mit Hilfe von Parteispenden finanzieren wollen. Die britische Wahlkommission kündigte daraufhin eine Untersuchung an.

Johnson stritt jegliches Fehlverhalten ab. Er sei selbst für die Kosten aufgekommen, versicherte er. Fragen, ob es eine Zwischenfinanzierung mithilfe von Spendengelder gab, wich er stets aus.

Die in dem Mahnbescheid genannte Summe von 535 Pfund ist verglichen mit den Kosten für den Umbau der Dienstwohnung äußert gering. Genaue Zahlen sind nicht bekannt.

Sie sollen aber die für Ausbesserungsarbeiten jedem Premier jährlich zur Verfügung stehenden 30.000 Pfund (etwa 34.500 Euro) bei Weitem überschritten haben.

Update, 13. Mai, 19.30 Uhr: Mahnbescheid aufgehoben

Der Mahnbescheid über 535 Pfund gegen den britischen Premierminister Boris Johnson ist aufgehoben. Es gebe keinen Fall mehr, sagte ein Richter am Donnerstag und nahm die Forderung zurück.

Mahnbescheide können in Großbritannien ähnlich wie in Deutschland ohne eingehende inhaltliche Prüfung auf Antrag von Gläubigern erlassen werden. Wird kein Widerspruch eingelegt, können sie durchgesetzt werden.

Titelfoto: dpa/PA Wire/Dan Kitwood

Mehr zum Thema Boris Johnson: