Drastischer Tierdiebstahl: Was hat Boris Johnson mit geklauten Hunden zu tun?

London - Seit Monaten fordern britische Hundeliebhaber und Tierschutzorganisationen härtere Strafen für Hundediebe. Premierminister Boris Johnson (56) kümmerte sich nun höchstpersönlich um das Problem.

Boris Johnson (56) unterhält sich in einer Gaststätte mit Hundebesitzern.
Boris Johnson (56) unterhält sich in einer Gaststätte mit Hundebesitzern.  © Screenshot Instagram @borisjohnsonuk

Großbritanniens Tierbesitzer haben es in der Pandemie nicht leicht: So belegen laut Wamiz offizielle Zahlen, dass der Diebstahl von Hunden seit Beginn der Corona-Krise um 19 Prozent gestiegen ist.

Was tat die britische Politik gegen den drastischen Hunde-Raub? Zunächst erst einmal gar nichts! Monatelang ignorierte sie das Problem.

Zur Überraschung aller äußerte sich Boris Johnson nun jedoch persönlich zum Thema. In einer Regierungserklärung schrieb er: "Dieses Verbrechen wird viel zu oft als relativ trivial abgetan - ähnlich wie auch Ladendiebstahl. Aber es verursacht den Opfern große Schmerzen und Trauer. Dies ist ein Kampf, dem wir uns stellen müssen und der gewonnen werden kann."

Inzwischen wurde eine neue Task Force für Tierdiebstahl gegründet - eine parteiübergreifende Koalition von Beamten und Ministern. Boris Johnson unterstützte die Initiative und kündigte an, dass der Diebstahl von Hunden und anderen Tieren künftig härter bestraft werden soll, etwa durch längere Freiheitsstrafen für die Täter.

Immer mehr Fälle von Hundediebstahl aufgrund geschlossener Tierheime?

In der Covid-19-Krise stieg die Nachfrage nach Haustieren stark an. Da viele Tierheime im Zuge des Infektionsschutzes jedoch schließen mussten, konnte die hohe Nachfrage nicht gestillt werden. Experten vermuten, dass deshalb der Tierdiebstahl so dramatisch zugenommen hat.

Bislang wurden Tiere im Sinne von Eigentum nur im Theft Act von 1968 behandelt und quasi mit leblosen Gegenständen gleichgestellt. Ein moderneres Tierschutzgesetz soll dies zukünftig besser regeln.

Titelfoto: Screenshot Instagram @borisjohnsonuk

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