Arizona bestätigt Bidens Wahlsieg, Donald Trump greift Gouverneur auf Twitter an

Washington, D.C. - Nach der Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden (78) im Bundesstaat Arizona ist der amtierende US-Präsident Donald Trump (74) den Gouverneur des Bundesstaates, Doug Ducey (56), auf Twitter angegangen.

Donald Trump (74) hält eine Bibel, während er die St. John's Episcopal Church in Washington besucht.
Donald Trump (74) hält eine Bibel, während er die St. John's Episcopal Church in Washington besucht.  © Patrick Semansky/AP/dpa

"Warum überstürzt er es, einen Demokraten ins Amt zu bringen?", schrieb Trump am Montagabend auf Twitter und beklagte erneut angeblichen Betrug bei der Wahl, für den es keine Beweise gibt.

"Was ist los mit Doug Ducey? Die Republikaner werden sich lange daran erinnern!", schrieb Trump.

Er verbreitete anschließend Tweets anderer Nutzer weiter, darunter eine Nachricht, wonach Republikaner Ducey die Menschen in Arizona "betrogen" habe. Trump schrieb in Großbuchstaben dazu: "Stimmt!"

Bevor Trump über Ducey twitterte, hatte sich auf der Plattform eine Szene der Beglaubigung der Wahlergebnisse am Montag verbreitet: Ducey holt sein Handy aus dem Jackett, bei genauem Hinhören ist kurz das Lied zu Ehren des amerikanischen Präsidenten "Hail to the Chief" zu erkennen.

Ducey hatte im Juli bei einer Pressekonferenz über seine guten Beziehungen ins Weiße Haus gesprochen und gesagt, er habe einen so direkten Austausch mit Trump und dessen Stellvertreter Mike Pence, dass er sich "Hail to the Chief" als Klingelton eingerichtet habe, "weil ich keinen weiteren Anruf direkt aus dem Weißen Haus verpassen wollte".

Trump versucht bislang ohne Erfolg, das Ergebnis der Wahl zu kippen, aus der er als Verlierer hervorgegangen ist. Vor Arizona hatten auch schon andere Bundesstaaten wie Georgia die Ergebnisse der Wahl mit Bidens Sieg bestätigt. Den dortigen Gouverneur, den Republikaner Brian Kemp (57), hatte Trump in der Folge auch attackiert. Er schäme sich, ihn unterstützt zu haben, sagte Trump etwa am Sonntag bei Fox News.

Titelfoto: Patrick Semansky/AP/dpa

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