Bernie Sanders gibt auf: Jetzt heißt es Biden gegen Trump!

Washington (USA) - Man könnte fast schon sagen: Endlich! Der linke Senator Bernie Sanders (78) steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden (77). Das gab Sanders' Wahlkampfteam am Mittwoch bekannt.

Sanders schmeißt hin.
Sanders schmeißt hin.  © George Frey/FR10102 AP/dpa

Damit ist Biden der einzige verbliebene Bewerber im Rennen der Demokraten und steht de facto als Herausforderer von Präsident Donald Trump fest. Die Wahl findet am 3. November statt.

Sanders wollte sich noch am Mittwoch in einer Live-Schalte vor seinen Anhängern äußern. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus war der US-Wahlkampf zuletzt weitgehend zum Erliegen gekommen. 

Diverse Bundesstaaten verschoben ihre ursprünglich für März und April angesetzte Vorwahlen auf einen späteren Zeitpunkt. Lediglich Wisconsin scherte aus und hielt seine Vorwahl trotz hitziger Diskussionen und gegen den Willen des dortigen Gouverneurs zum ursprünglichen Termin ab. Bislang gab es noch keine belastbaren Ergebnisse aus Wisconsin.

Im Sommer wollen die Demokraten ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell küren: Der Nominierungsparteitag war ursprünglich für Mitte Juli angesetzt, wurde wegen der Corona-Krise aber auf Mitte August verlegt.

Trump vs. Biden lautet die neue Devise

Präsident Trump (73) und Joe Biden (77) dürften sich einen erbitterten Wahlkampf liefern.
Präsident Trump (73) und Joe Biden (77) dürften sich einen erbitterten Wahlkampf liefern.  © Alex Brandon/AP/dpa/Evan Vucci/AP/dpa

Zu Beginn hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bemüht. Sie stiegen jedoch nach und nach aus, mit dem Fortschreiten der Vorwahlen zuletzt immer schneller.

Bei den Republikanern steht bereits fest, dass Donald Trump (73) als Kandidat seiner Partei zur Wiederwahl antreten wird. Der Amtsinhaber hatte anfangs zwar mehrere parteiinterne Mitbewerber gehabt. 

Diese stellten aber zu keiner Zeit eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Der Nominierungsparteitag der Republikaner steht ebenfalls im August an. Die eigentliche Präsidentenwahl ist für den 3. November angesetzt.

Titelfoto: George Frey/FR10102 AP/dpa

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