Corona-Krise: Donald Trump befürchtet Todeszahlen wie "in Weltkriegen"

Washington, D.C. - US-Präsident Donald Trump sieht sich selbst trotz der düsteren Aussichten in der Corona-Krise als Aufmunterer für die Nation. "Ich bin ein Cheerleader für das Land", sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus - nur um kurz darauf eine äußerst düstere Prognose abzugeben.

Donald Trump, Präsident der USA, spricht über das Coronavirus im Rosengarten des Weißen Hauses.
Donald Trump, Präsident der USA, spricht über das Coronavirus im Rosengarten des Weißen Hauses.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Ich will den Menschen Hoffnung geben." Trump sei laut eigener Aussage ein positiver Mensch, kein negativer.

Es sei leicht, in der aktuellen Lage negativ eingestellt zu sein. Die nächsten zwei oder drei Wochen könnten die härtesten werden, die das Land je erlebt habe, mahnte er.

"Wir werden Tausende Menschen verlieren", sagte Trump. "Wir verlieren hier potenziell mehr als man in einem Land in Weltkriegen verliert."

Trotz Maßnahmen zur Eindämmung befürchte das Weiße Haus zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus.

Da sei nichts Positives dran. "Aber ich will den Menschen Hoffnung geben." Die Regierung habe in der Krise bislang einen "fantastischen Job" gemacht.

Der Präsident reagierte mit seinen Äußerungen auf die Frage, ob er die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus anfangs zu lange in Sicherheit gewogen habe.

Trump hatte zu Beginn auf Beschwichtigung gesetzt und erklärt, die Gefahren durch das Virus würden übertrieben dargestellt.

Zuletzt änderte er seine Tonlage aber deutlich und stimmte die Amerikaner mit eindringlichen Worten auf harte und schmerzhafte Zeiten ein.

Bei der Pressekonferenz zum Coronavirus nahm auch Anthony Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, teil.
Bei der Pressekonferenz zum Coronavirus nahm auch Anthony Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, teil.  © Alex Brandon/AP/dpa

Die aktuelle Situation sei eine "Frage von Leben und Tod", so Trump. "Wir sind im Krieg mit einem tödlichen Virus. Es passieren Dinge in diesem Land, wie wir sie noch nie erlebt haben."

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Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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