Darum macht die Trump-Familie jetzt Werbung

Washington (USA) - Am Samstag machte Präsident Donald Trump (74) ziemlich offensiv Werbung für den spanischen Lebensmittelhersteller Goya. Am Mittwoch twitterte auch noch seine Tochter Ivanka (38) über das Unternehmen und hielt lachend eine Goya-Dose in die Kamera. Aber warum? 

Präsident Donald Trump (74).
Präsident Donald Trump (74).  © dpa/AP/Evan Vucci

Aufklärungsarbeit über die doch sehr ungewöhnlichen Werbemaßnahmen der Trump-Familie leistete jetzt die "Deutsche Welle". Das Unternehmen Goya, beziehungsweise Firmenchef Robert Unanue, hatte sich zuvor durch seine offen bekundete Liebe und Unterstützung zu Präsident Donald Trump bei seinen Kunden unbeliebt gemacht. 

Unter anderem sagte er bei einem Treffen mit dem amtierenden Präsidenten im Weißen Haus: "Wir sind alle wirklich gesegnet, eine Führungsperson wie Präsident Trump zu haben." Anschließend verglich er ihn auch noch mit seinem fleißigen Großvater. 

Das sahen viele der eigentlich treuen Goya-Kunden wohl anders und riefen zum Boykott der spanischen Pro-Trump-Firma und deren Produkte auf. Die meisten Konsumenten sind laut DW.com nämlich Hispanics (Einwohner mit spanischer Herkunft) und haben anscheinend nicht so schnell vergessen, was Donald Trump bisher von Ihnen hielt.

Aber warum jetzt die Werbetour für Goya?

So revanchiert sich der Präsident für die Lobeshymne des Firmenchefs und zeigt: Hispanics sind toll. Okay, vielleicht nicht die Hispanics, aber immerhin deren Essen? Dass er die Hispanics liebt, verkündete er nämlich nicht, aber immerhin die Dosen des spanischen Unternehmens, die liebt er sehr.

Der Grund für Trumps plötzlichen Sinneswandel? Na klar, die bevorstehenden US-Wahlen. Er braucht einfach die Stimmen der eigentlich ungeliebten Hispanics, so "DW".

"I LOVE GOYA"

Ob so viel Liebe aus der Präsidenten-Familie ausreicht, um die kritische Wählerschaft zu überzeugen, ist fraglich. Ivanka Trump hat es zumindest am Mittwoch mit einem Foto auf Twitter versucht. 

Sie hielt dabei eine Dose schwarzer Bohnen des Unternehmens in die Luft und lächelte. Dazu schrieb sie auf Englisch und Spanisch den Slogan des Unternehmens: "Wenn es Goya ist, muss es gut sein."

Vielleicht hält ja demnächst auch noch der Rest der Familie Trump eine Goya-Dose in die Kamera, dann könnte der Plan aufgehen.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/IvankaTrump, dpa/AP/Evan Vucci

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