Das war selbst Trump zu viel: Anwältin verbreitete krude Theorien, nun wurde sie gefeuert

Washington, D.C. - Sidney Powell (65) äußerte wirre Verschwörungstheorien zur US-Wahl, nun ist sie ihren Job los.

Anwältin Sidney Powell (M.) zusammen mit dem ehemaligen US-Sicherheitsberater Michael Flynn.
Anwältin Sidney Powell (M.) zusammen mit dem ehemaligen US-Sicherheitsberater Michael Flynn.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Das war selbst den Republikanern zu viel des Guten: Wie CBS berichtet, hat sich das juristische Team von US-Präsident Donald Trump von der umstrittenen Rechtsanwältin Sidney Powell getrennt.

Powell behauptete, der 2013 verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez habe die Software zur Auszählung der Stimmen manipulieren lassen.

Zudem seien weitere südamerikanische und asiatische Kommunisten am Werk gewesen.

Die für Joe Biden abgegebenen Stimmen seien deshalb das 1,25-Fache wert gewesen. Außerdem hätte die Software einige Stimmen für Donald Trump in die seines demokratischen Herausforderers umgewandelt.

Auch für den äußerst knappen Wahlausgang im Bundesstaat Georgia hatte Powell eine Erklärung parat: Hochrangige Republikaner hätten sich dort angeblich bestechen lassen.

Am Sonntagabend zogen Trumps Anwälte Rudy Giuliani und Jenna Ellis nun die Reißleine und erklärten in einem Statement, Powell sei weder eine private Anwältin des Präsidenten noch ein offizielles Mitglied des Trump-Anwaltsteams.

Sidney Powell rausgeworfen: Trumps Anwälte posten Statement auf Twitter

Die Rechtfertigung zum Rauswurf der Juristin wirkt widersprüchlich. Denn noch vor Kurzem wurde Sidney Powell als Mitglied der "Elite Strike Force" des Präsidenten vorgestellt. Als sie ihre kruden Verschwörungstheorien vortrug, stand sie außerdem zusammen mit Rudy Giuliani vor der Kamera.

Titelfoto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

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