Donald Trump für teure Superhelden-Sammelkarte verspottet: "Riesige Neuigkeiten"

Washington - Er habe "riesige Neuigkeiten", kündigte Ex-US-Präsident Donald Trump (76) kürzlich an. Geht es etwa um seine Politik, seine Familie, das Land? Das Rätselraten in den USA war groß - das Gelächter weniger später um so größer: Der 76-Jährige stellte teure NFT-Sammelkarten vor, auf denen er muskulös und 20 - 40 Jahre jünger als Superheld, Cowboy oder Astronaut zu sehen ist.

Ex-US-Präsident Donald Trump (76) brachte seine eigenen NFT-Sammelkarten raus.
Ex-US-Präsident Donald Trump (76) brachte seine eigenen NFT-Sammelkarten raus.  © dpa/Andrew Harnik

Erst vor wenigen Wochen hatte Trump angekündigt, er werde bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 kandidieren. Diese Aufmerksamkeit wollte er nun augenscheinlich nutzen, um für seine eigenen Sammelbildchen zu werben - wie man es eben so tut als Ex-Präsident.

In üblicher Manier wendete er sich auf seiner Social-Media-Plattform "Truh Social" an seine Unterstützer: "Hier ist Donald Trump, hoffentlich euer liebster Präsident aller Zeiten - besser als Lincoln, besser als Washington.

Er habe eine wichtige Ankündigung. "Ich mache meine erste Donald J. Trump NFT-Kollektion." Das "aufregende" Projekt würde "Trump Digital Trading Cards" heißen.

Donald Trump bezeichnet Migranten indirekt als "Müll"
Donald Trump Donald Trump bezeichnet Migranten indirekt als "Müll"

NFTs, sogenannte "Non-Fungible Token", erlebten vor allem 2021 einen großen Hype. Bei den kryptografisch eindeutigen und unteilbaren Token handelt es sich meist um digitale Kunstobjekte. Käufer erhalten eine URL, die nur ihnen allein gehört.

"Trump Digital Trading Cards" funktionieren also quasi wie digitale Sammelkarten. Ein einziges der digitalen "Kunstwerke" kostete 99 US-Dollar.

Donald Trump präsentiert eigenes NFT-Projekt...

... und wird in den sozialen Medien ordentlich verspottet

Hohn hält Trump-Anhänger nicht vom Kaufen ab

Trump kann sich immer auf seine - zum Teil frenetischen - Anhänger verlassen.
Trump kann sich immer auf seine - zum Teil frenetischen - Anhänger verlassen.  © dpa/Brandon Bell

In den sozialen Medien ließen Hohn und Spott nicht lange auf sich warten. Der NFT-Run sei längst vorbei, außerdem sei ein derartiges Projekt für einen ehemaligen US-Präsidenten völlig unwürdig, erklärten viele User.

Doch vor allem der Preis und der Inhalt der NFTs sorgten für Kopfschütteln und Gelächter. Denn in seiner narzisstischen Art, ließ sich Trump als muskulösen Soldaten und Superhelden, schlanken Broker sowie als (möchtegern-) coolen Actionstar, Cowboy oder Astronauten darstellen. Es dauerte nicht lang bis das Internet von hunderten, "realistischeren" Porträts des Unternehmers überflutet wurde.

Doch seine treusten Anhänger verstanden die Kritik wieder einmal nicht: Bereits am Freitag war die gesamte Kollektion ausverkauft. Wie viele Trump-NFTs überhaupt zum Verkauf gestanden hatten, wurde allerdings nicht offengelegt.

Titelfoto: Fotomontage: dpa/Andrew Harnik, Screenshot/collecttrumpcards.com

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