Donald Trump: Hat er sein Imperium mit Betrug aufgebaut?

New York - Das Firmenimperium von Ex-US-Präsident Donald Trump (75) hat nach Ansicht der New Yorker Generalstaatsanwältin, Letitia James (63), wiederholt betrügerische Geschäftspraktiken angewendet.

Nahm das Unternehmen von Donald Trump (75) "betrügerische oder irreführende" Bewertungen von Vermögenswerten vor, um Kredite und Steuervorteile zu erhalten?
Nahm das Unternehmen von Donald Trump (75) "betrügerische oder irreführende" Bewertungen von Vermögenswerten vor, um Kredite und Steuervorteile zu erhalten?  © Ben Gray/FR171789 AP/dpa

Ziel dieser Praktiken sei es gewesen, sich eine "Vielzahl von wirtschaftlichen Vorteilen" zu verschaffen, etwa Darlehen, Versicherungsschutz oder Steuerabzüge, schrieb die Demokratin am späten Dienstag (Ortszeit) in einer Mitteilung.

Es sei das erste Mal, dass die Generalstaatsanwaltschaft so konkrete Vorwürfe gegen Trumps Unternehmen erhob, berichtete die New York Times.

Darüber hinaus bat James das Gericht, die Vorladungen von Trump sowie von zwei seiner Kinder - Ivanka (40) und Donald Jr. (44) - zu erzwingen, damit diese in den laufenden zivilrechtlichen Ermittlungen gegen die Trump Organization unter Eid aussagen.

"Bislang haben wir im Rahmen unserer Ermittlungen erhebliche Beweise aufgedeckt, die darauf hindeuten, dass Donald J. Trump und die Trump Organization mehrere Vermögenswerte falsch und in betrügerischer Absicht bewertet und diese Werte gegenüber Finanzinstituten zum wirtschaftlichen Vorteil falsch dargestellt haben", teilte James weiter mit.

Trump bezeichnet die Ermittlungen gegen sich als "Hexenjagd"

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (63) will Beweise für Trumps Schummeleien haben.
Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (63) will Beweise für Trumps Schummeleien haben.  © Richard Drew/AP/dpa

Ihre jüngsten Schritte seien eine Reaktion auf den Versuch des Ex-Präsidenten, sie daran zu hindern, ihn und zwei seiner Kinder unter Eid zu befragen.

Seit mehr als zwei Jahren habe die Trump Organization versucht, die Ermittlungen unter anderem mit Verzögerungstaktiken auszubremsen, teilte die Generalstaatsanwältin weiter mit. Im Dezember etwa war Trump gerichtlich gegen James vorgegangen. Trump hat die Ermittlungen immer wieder als "Hexenjagd" bezeichnet.

Bei den umfassenden Ermittlungen geht es unter anderem um den Verdacht, dass Trumps Firma falsche Angaben zum Wert ihrer Immobilien gemacht hat.

"Donald Trump, Donald Trump Jr. und Ivanka Trump waren alle eng in die fraglichen Transaktionen involviert, daher werden wir ihre Versuche, sich der Aussage in dieser Untersuchung zu entziehen, nicht tolerieren", so James.

"Niemand in diesem Land kann sich aussuchen, ob und wie das Gesetz auf ihn zutrifft."

Titelfoto: Ben Gray/FR171789 AP/dpa

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