Er ist wieder da! Jetzt will Trump Amerika "retten"

Wellington - "Make America Great Again" wird zu "Save America" ("Rettet Amerika"). Rund fünf Monate nach seinem Abzug aus dem Weißen Haus betrat der ehemalige US-Präsident Donald Trump (75) am Wochenende im US-Bundesstaat Ohio wieder die große Bühne. Seine Agenda: Präsident Joe Biden (78) angreifen, die vergangenen Wahlen als riesige Lüge darstellen - und sein Comeback für die Wahl 2024 vorbereiten.

Trumps Anhänger feierten ihn am Wochenende immer noch genauso frenetisch wie eh und je.
Trumps Anhänger feierten ihn am Wochenende immer noch genauso frenetisch wie eh und je.  © Imago Images / Aaron Josefczyk

Die Wahl im vergangenen November bezeichnete Trump als das größte Verbrechen in der US-Geschichte: "Wir haben die Wahl zweimal gewonnen", sagte er vor Tausenden Anhängern mit Blick auf die Wahlen 2016 und 2020.

"Und es ist möglich, dass wir ein drittes Mal gewinnen müssen." Trump befeuerte damit einmal mehr Spekulationen, er könnte bei der nächsten Präsidentschaftswahl erneut als Kandidat der Republikaner antreten.

Mehr als eine Anspielung machte er aber nicht. Längst ist der 75-Jährige auch in den Reihen der Republikaner nicht mehr unumstritten.

Vor allem die Erstürmung des Kapitols durch aufgestachelte Trump-Anhänger zu Beginn des Jahres, ausgelöst durch den damaligen Noch-Präsidenten Trump, kostete ihm Rückendeckung.

Doch der Ex-Präsident schlägt zurück: Loyale Kollegen unterstützt er, während er auch am Wochenende republikanische Kritiker offen attackierte.

Bei einem Auftritt in Ohio verteilte Ex-US-Präsident Donald Trump (75) Hüte an seine Fans.
Bei einem Auftritt in Ohio verteilte Ex-US-Präsident Donald Trump (75) Hüte an seine Fans.  © DPA / Toni Dejak

Donald Trump hat schlechte Worte für seinen Nachfolger Joe Biden im Gepäck

Die von Trump geworfenen Hüte tragen die Aufschrift "Save America" ("Rettet Amerika").
Die von Trump geworfenen Hüte tragen die Aufschrift "Save America" ("Rettet Amerika").  © DPA / Toni Dejak

Ansonsten hatte Trump noch jede Menge schlechter Worte für seinen Nachfolger im Gepäck.

Er warf Biden und den Demokraten vor, das Land durch fehlgeleitete Politik zu zerstören. Die neue Regierung sei eine "totale Katastrophe".

Große Plakate forderten: "Rettet Amerika". Trump kündigte an, die Republikaner würden bei den Kongresswahlen 2022 die "radikalen Demokraten" besiegen und die Mehrheit zurückerobern.

Es wird nicht Trumps letzter großer Auftritt gewesen sein. US-Medien sprechen von einem "Rachefeldzug".

Der Auftritt im beschaulichen Wellington in Ohio soll der Auftakt gewesen sein.

Titelfoto: DPA / Toni Dejak

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