Missbrauchsskandal: Trump wünscht Epstein-Vertrauter Maxwell "Alles Gute"

New York - Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein (†66) hat sich nun US-Präsident Donald Trump (73) zu Wort gemeldet  - und einen Shitstorm kassiert.

Ghislaine Maxwell (58) ist die Tochter des verstorbenen britischen Verlegers R. Maxwell. Die frühere Partnerin von Jeffrey Epstein (†66), dem Sexualverbrechen vorgeworfen wurden und der sich dann im Gefängnis umbrachte, befindet sich derzeit in den USA in Haft.
Ghislaine Maxwell (58) ist die Tochter des verstorbenen britischen Verlegers R. Maxwell. Die frühere Partnerin von Jeffrey Epstein (†66), dem Sexualverbrechen vorgeworfen wurden und der sich dann im Gefängnis umbrachte, befindet sich derzeit in den USA in Haft.  © Jim James/PA Wire/dpa

Epsteins Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell sitzt derzeit auf der Anklagebank.

Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. 

Die 58-jährige, die Anfang Juli um US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden war, soll bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Ebenso sollen zahlreiche Prominente und Politiker in die Machenschaften von Epstein und Maxwell verwickelt gewesen sein.

Während einer Fragerunde im Weißen Haus, bei der es eigentlich um die Corona-Pandemie gehen sollte, hackt ein Journalist nach und fragt den US-Präsidenten nach dessen Meinung zum Epstein-Skandal.

Der behauptet, die jüngsten Entwicklungen "nicht groß" verfolgt zu haben. Dann kommt er auf Ghislaine Maxwell zu sprechen: "Ich habe sie über die Jahre mehrfach getroffen. Vor allem, weil ich in Palm Beach lebte und sie ja auch in Palm Beach gelebt hatte."

Dann fügt er hinzu: "Ich wünsche ihr alles Gute!"

Im Internet wird darüber spekuliert, dass Trump Ghislaine Maxwell begnadigen könnte

Donald Trump (73) äußerte sich am Rande einer Pressekonferenz im Weißen Haus auch zum Epstein-Skandal.
Donald Trump (73) äußerte sich am Rande einer Pressekonferenz im Weißen Haus auch zum Epstein-Skandal.  © Evan Vucci/AP/dpa

Auf die Frage nach Prinz Andrew, der ebenfalls in den Skandal verwickelt ist, antwortet Trump: "Ich kenne die Situation um Prinz Andrew nicht."

Bereits nach Epsteins Selbstmord im vergangenen Jahr äußerte sich Trump zu seinem früheren Bekannten gegenüber der New York Times: Ich hatte einen Streit mit ihm. Ich habe seit 15 Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen. Ich war kein Fan von ihm, das kann ich dir sagen.

2002 äußerte sich der Politiker noch weitaus positiver. Epstein sei ein "großartiger Kerl": "Es wird sogar gesagt, dass er schöne Frauen genauso mag wie ich, und viele von ihnen sind eher jünger."

Im Internet kamen Trumps jüngste Äußerungen zu dem Fall überhaupt nicht gut an.

"Es ist erstaunlich, wie konsequent #trump mit seinen Lügen ist", empört sich ein Nutzer auf Twitter. "Du wünschst ihr nicht alles Gute, wenn du von einer Sexverbrecherin sprichst, die Komplizin von #Epstein ist", schreibt ein anderer.

Nun wird sogar befürchtet, Donald Trump könnte Ghislaine Maxwell vorzeitig begnadigen könnte.

Eine Befugnis, die er als US-Präsident zwar hat, deren Anwendung im Fall der Epstein-Vertrauten er aber bisher nie angedeutet hatte.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa; Jim James/PA Wire/dpa Fotomontage

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