Nach Tod von George Floyd: Boxer zahlt für Beerdigung, Trump droht mit Militär

Minneapolis (USA) - Der Afroamerikaner George Floyd (†46) war vergangene Woche infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben gekommen. Seither gibt es eine Welle von Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA. (TAG24 berichtete)

Laut mehreren US-Medienberichten wird der Ex-Boxer Floyd Mayweather (43) die Kosten der Beerdigung von George Floyd (†46) für dessen Familie übernehmen. (Archivbild)
Laut mehreren US-Medienberichten wird der Ex-Boxer Floyd Mayweather (43) die Kosten der Beerdigung von George Floyd (†46) für dessen Familie übernehmen. (Archivbild)  © dpa/AP/John Locher

Auch zahlreiche Sportler haben ihre Wut und ihren Ärger zum Ausdruck gebracht.

Laut mehreren US-Medienberichten wird der Ex-Boxer Floyd Mayweather die Kosten der Beerdigung von George Floyd für dessen Familie übernehmen.

Demnach habe der 43 Jahre alte ehemalige Weltmeister über einen gemeinsamen Bekannten angeboten, die Beisetzung sowie Trauerfeiern unter anderem in Houston, Minnesota und Charlotte zu bezahlen. 

Die Familie habe das Angebot angenommen.

Seit Tagen kommt es in vielen US-Städten zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Die Demonstrationen waren zum Teil in Gewalt ausgeartet. 

Trump hatte demokratische Gouverneure und Bürgermeister mehrfach aufgerufen, härter gegen Randalierer durchzugreifen und ihnen Schwäche vorgeworfen.

Nun geht er selbst in die Offensive.

Trump droht mit Militäreinsatz zum Stopp von Protesten

US-Präsident Donald Trump (73).
US-Präsident Donald Trump (73).  © dpa/AP/Patrick Semansky

US-Präsident Donald Trump (73) hat die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung angekündigt, um die Ausschreitungen in den USA zu stoppen. "Wir beenden die Ausschreitungen und die Gesetzlosigkeit, die sich in unserem Land ausgebreitet haben", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer kurzfristig anberaumten Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses. 

Sollten die Bürgermeister und Gouverneure an den betroffenen Orten nicht für Sicherheit sorgen, werde er das US-Militär einsetzen, drohte Trump. Trumps Auftritt wurde begleitet von Protesten vor der US-Regierungszentrale, wo Polizeikräfte vehement gegen Demonstranten vorgingen.

Nun forderte der Präsident die Gouverneure auf, ausreichend Kräfte der Nationalgarde einzusetzen, um wieder die Straßen in ihren Städten unter Kontrolle zu bringen. "Wenn sich eine Stadt oder ein Staat weigert, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben oder Eigentum ihrer Bewohner zu verteidigen, werde ich das Militär der Vereinigten Staaten einsetzen und das Problem schnell für sie lösen."

Trump kündigte außerdem Vorkehrungen an, um die Hauptstadt Washington zu schützen, wo es in den vergangenen Tagen ebenfalls Proteste gegeben hatte, die teils mit Randale einhergingen. Dies sei eine Schande, sagte Trump und kündigte an, Tausende und Abertausende schwer bewaffnete Soldaten und Strafverfolgungskräfte einzusetzen.

"Ich bin Ihr Präsident für Recht und Ordnung", sagte Trump an die Adresse der Bevölkerung. Er werde dafür kämpfen, das Land und seine Bürger zu beschützen. Was sich in den vergangenen Tagen abgespielt habe, sei zum Teil mit Terror gleichzusetzen. 

Das Land brauche Sicherheit und nicht Anarchie, Gerechtigkeit und nicht Chaos. "Das ist unsere Mission und wir werden siegen."

Lichter am Empire State Building bleiben aus

Am Montag sind die Lichter des New Yorker Empire State Buildings aus Solidarität ausgeschaltet geblieben. "Das Empire State Building bleibt heute dunkel", teilten die Betreiber mit. 

Damit solle Floyds Tod gedacht werden sowie der Ungerechtigkeit in all ihren Formen und all ihren Opfern. Zudem solle die Aktion dazu aufrufen, "die Zerstörung unserer großartigen Stadt und ihrer Einwohner" zu beenden. "Es gibt schon genug Verlust und Leid."

Das Empire State Building, ein Hochhaus mitten in Manhattan, leuchtet normalerweise jeden Abend in anderen Farben - derzeit vor allem in Rot zur Würdigung aller Krankenhausmitarbeiter und anderer systemrelevanter Berufstätiger in der Corona-Krise.

Titelfoto: dpa/AP/Patrick Semansky, dpa/AP/John Locher

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