Trump mit Schock-Vermutung: Demokraten könnten letzten Wunsch von toter Richterin formuliert haben

Washington, D.C. - US-Präsident Donald Trump (74) hat Zweifel an dem letzten Wunsch der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg (†87) zu ihrer Nachfolge geäußert, den sie einem Medienbericht zufolge ihrer Enkelin diktiert haben soll.

New York: Stacey Cunningham, Leiterin der New York Stock Exchange (NYSE), nimmt an einer Schweigeminute in Gedenken an die am 18.09.2020 verstorbene US-Richterin Ruth Bader Ginsburg teil.
New York: Stacey Cunningham, Leiterin der New York Stock Exchange (NYSE), nimmt an einer Schweigeminute in Gedenken an die am 18.09.2020 verstorbene US-Richterin Ruth Bader Ginsburg teil.  © -/New York Stock Exchange/AP/dpa

"Mein inbrünstigster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist", soll Ginsburg wenige Tage vor ihrem Tod gesagt haben, wie der Rundfunksender NPR unter Berufung auf Enkelin Clara Spera berichtet hatte.

Trump sagte am Montag laut CNN, er wisse nicht, ob Ginsburg das gesagt habe oder dies von seinen demokratischen Gegenspielern im Kongress, Nancy Pelosi, Chuck Schumer und Adam Schiff, formuliert worden sei.

"Ich würde eher zum Zweiten tendieren", sagte Trump. "Vielleicht hat sie es getan, vielleicht hat sie es nicht getan."

Die liberale Richterin war am Freitag an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 87 Jahren gestorben (TAG24 berichtete). Um ihre Nachfolge ist seitdem eine Kontroverse entbrannt.

Trump will am liebsten noch vor der Wahl am 3. November eine Kandidatin für den freigewordenen Posten durch den Senat bringen. Die Demokraten fordern dagegen, dass der diesjährige Wahlsieger die Nachfolge regeln soll.

Fayetteville: Donald Trump beendet seine Rede bei einer Wahlkampfveranstaltung auf einem Regionalflughafen im US-Bundesstaat North Carolina.
Fayetteville: Donald Trump beendet seine Rede bei einer Wahlkampfveranstaltung auf einem Regionalflughafen im US-Bundesstaat North Carolina.  © Chris Carlson/AP/dpa

Die Nachbesetzung von Ginsburgs Posten könnte die USA einschneidend verändern. Von den neun Sitzen im Supreme Court werden jetzt nur noch drei von Liberalen gehalten. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt.

Mit Entscheidungen etwa zum Recht auf Abtreibung, zur Einwanderung oder zu Bürgerrechten könnte ein deutlich konservativeres Amerika entstehen.

Titelfoto: Chris Carlson/AP/dpa, -/New York Stock Exchange/AP/dpa

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