Trump: Streng geheimes Dokument soll veröffentlicht werden

West Palm Beach/Washington - In der juristischen Auseinandersetzung um die Durchsuchung des Anwesens von Ex-US-Präsident Donald Trump (76) soll die Öffentlichkeit zumindest zu einem gewissen Grad Einblick bekommen, auf welcher Basis die Aktion angewiesen wurde.

Nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus hat der ehemalige US-Präsident Trump (76) dem amerikanischen Nationalarchiv zufolge geheime Dokumente mitgenommen.
Nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus hat der ehemalige US-Präsident Trump (76) dem amerikanischen Nationalarchiv zufolge geheime Dokumente mitgenommen.  © Morry Gash/AP/dpa

Ein Richter im US-Bundesstaat Florida ordnete am Donnerstag die teilweise Veröffentlichung jenes Dokuments an, auf dessen Grundlage der Durchsuchungsbefehl für Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach genehmigt wurde.

Bis spätestens Freitagmittag (Ortszeit) soll das Justizministerium demnach eine in Teilen geschwärzte Version des Dokuments publik machen.

Das Ministerium hatte dem Richter kurz zuvor am Donnerstag einen Vorschlag vorgelegt, in welchem Umfang das Dokument zum Schutz sensibler Informationen geschwärzt werden soll. Richter Bruce Reinhart reagierte unerwartet schnell und wertete den Vorschlag des Ministeriums in seiner Anordnung als hinreichend, um etwa die Identität von Zeugen oder die Integrität der laufenden Untersuchung zu schützen.

Donald Trump ist wieder auf Twitter, obwohl er das gar nicht will
Donald Trump Donald Trump ist wieder auf Twitter, obwohl er das gar nicht will

Mehrere Medien hatten die Veröffentlichung des Dokuments beantragt. Das Justizministerium hatte dagegen zunächst argumentiert, dies könne künftige Ermittlungen und die Kooperation von Zeugen beeinträchtigen. Auf Anordnung des Richters erstellte das Ressort schließlich aber seinen Vorschlag für Schwärzungen.

Wie umfangreich diese sein werden - und wie aussagekräftig das Dokument so noch sein wird, ist unklar.

Trumps Anwesen Mar-a-Lago wurde Anfang August von der Polizei durchsucht.
Trumps Anwesen Mar-a-Lago wurde Anfang August von der Polizei durchsucht.  © Steve Helber/AP/dpa

Trump wehrt sich mit einer Klage

Die Bundespolizei FBI hatte Anfang August Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida durchsucht. Hintergrund war der Umgang Trumps mit Dokumenten aus seiner Amtszeit. Das FBI beschlagnahmte unter anderem mehrere als streng geheim eingestufte Dokumenten-Sätze.

Dass Ermittler das Haus eines Ex-Präsidenten durchsuchen, ist sehr ungewöhnlich.

Trump kritisiert das Vorgehen der Behörden gegen ihn als politisch motiviert und wehrt sich mit einer Klage dagegen.

Titelfoto: Montage: Steve Helber/AP/dpa, Morry Gash/AP/dpa

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