Trump tritt aus Schauspiel-Gewerkschaft aus: Deren Antwort fällt überraschend aus

Palm Beach (USA) - In einem Brief gab Donald Trump (74) seinen Austritt aus der Schauspieler-Gewerkschaft bekannt. Doch die scheint ganz und gar nicht traurig über den Abschied zu sein.

In einem Brief verkündete Donald Trump (74) seinen Austritt.
In einem Brief verkündete Donald Trump (74) seinen Austritt.  © Screenshot sagaftra.org/

Donald Trump ist den meisten als Ex-Präsident der USA bekannt. Doch der 74-Jährige hat auch den einen oder anderen Auftritt als Schauspieler hingelegt.

So war er unter anderem in der Fernsehserie "Der Prinz von Bel-Air" oder auch in den Hollywood-Filmen "Zoolander", "Wallstreet" und in "Kevin allein in New York" zu sehen.

Seit 1989 war Trump auch Mitglied der Screen Actors Guild & American Federation of Television" (SAG-AFTRA) – der amerikanischen Vertretung von TV- und Radiokünstlern.

Doch nach dem Sturm auf das US-Kapitol hatten ihm Mitglieder mit einem Ausschluss gedroht, leiteten das Disziplinarverfahren im Januar dieses Jahres ein.

Um dem vorwegzugreifen und der Schmach zu entgehen, hat US-Amerikaner einen Brief veröffentlicht, in dem er seinen Rücktritt aus der Schauspieler-Gewerkschaft bekannt gibt.

Trump rühmt sich für seine schauspielerischen Leistungen

Seit 1989 war Donald Trump (74) Mitglied der Gewerkschaft.
Seit 1989 war Donald Trump (74) Mitglied der Gewerkschaft.  © Alex Brandon/AP/dpa

Dieser war direkt an die Vorsitzende Gabrielle Carteris gerichtet.

In gewohnter Trump-Manier sieht er die Schuld nicht bei sich selbst und schreibt: "Ich möchte nicht länger mit Ihrer Gewerkschaft in Verbindung gebracht werden."

Weiterhin lobt er seine eigenen schauspielerischen Leistungen: "Obwohl ich mit Ihrer Arbeit nicht vertraut bin, bin ich sehr stolz auf meine Arbeit in Filmen."

Zum Schluss holt er noch einmal kräftigt gegen die SAG-AFTRA aus und bezeichnet sie als "ungeheuerlich": "Eure Organisation hat wenig für ihre Mitglieder – und nichts für mich getan, außer dem Eintreiben von Beiträgen und der Förderung gefährlicher unamerikanischer Politiken und Ideen."

Die Reaktion der Gewerkschaftsmitglieder auf das Schreiben fällt kurz aber bezeichnend aus: "Danke", heißt es in einem Statement auf ihrer Internetseite.

Offensichtlich hält sich der Verlust für die Gewerkschaft in Grenzen.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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