Trump und TikTok: Wird aus Fortnite bald ein illegales Spiel?

USA - Könnte Donald Trumps Abneigung gegen TikTok und WeChat weitreichendere Folgen haben als gedacht? Ja, sagen Experten. Vor allem die Spielebranche müsse sich aktuell fürchten.

Könnten Trumps Verbots-Drohungen negative Folgen für Fortnite-Spieler haben?
Könnten Trumps Verbots-Drohungen negative Folgen für Fortnite-Spieler haben?  © Evan Vucci/AP/dpa, Juan Jimenez Fernandez/123RF

Kinder und Jugendliche lieben Fortnite! Das kooperative Survival- und Battle-Royale-Spiel aus dem Hause Epic Games erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.

Doch Epic Games könnte bald arge Probleme bekommen. Denn das US-amerikanische Studio gehört zu 40 Prozent dem chinesischen Internet-Unternehmen Tencent.

Und Tencent dürfte sich gerade genauso wie TikTok-Entwickler ByteDance verwundert die Augen reiben, nachdem Donald Trump am Freitag klar gemacht hatte, es neben der Videoplattform TikTok auch auf Tencents populäre App WeChat abgesehen zu haben.

Dass sich die US-Regierung gleich mit zwei hochrangigen chinesischen Unternehmen anlegt, dürfte nicht nur schlecht für die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sein.

Wie Engadget berichtet, könnten vor allem Spiele-Entwickler wie Epic Games dadurch bald Probleme bekommen. Denn der mächtige Konzern Tencent ist mittlerweile ein Schwergewicht im Gaming-Sektor und in der Unterhaltungsindustrie im Allgemeinen.

Tencent vertreibt bedeutende Titel wie PUBG Mobile und ist Haupteigentümer des Handy-Spiele-Entwicklers Supercell und Riot Games, den Machern von League of Legends und Valorant. Durch einen gigantischen 3,3-Milliarden-Dollar-Deal konnte sich der chinesische Gigant kürzlich sogar bei Universal Music und Warner Music einkaufen.

Schockiert stellte Reporter David Milner auf Twitter fest: "Unglaublich, Trump hat versehentlich viele amerikanische Videospiele illegal gemacht." Später löschte er seinen Tweet jedoch wieder.

Fortnite-Liebhaber müssen vorerst nicht um ihr Spiel fürchten. Denn Milners Beitrag war zweifelsohne stark übertrieben. Dennoch dürfte es spannend zu beobachten sein, wie es mit Trumps Verbots-Drohungen demnächst weitergehen wird.

Denn eines dürfte klar sein: Auch der Präsident der USA kann sich nicht mal eben mit einflussreichen chinesischen Konzernen anlegen, ohne dabei ungewollte Kollateralschäden zu verursachen.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa, Juan Jimenez Fernandez/123RF

Mehr zum Thema Donald Trump:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0