Wattestäbchen-Produktion muss nach Trump-Besuch vernichtet werden

Guilford - Der US-amerikanische Präsident trug mal wieder während eines öffentlichen Termins keine Maske. Nun muss eine Wattestäbchen-Fabrik ihre Produktion nach seinem Besuch in den Müll schmeißen. Zufall?

Donald Trump, Präsident der USA, besucht einen Hersteller für medizinische Produkte im US-Bundesstaat Maine. Mundschutz? Das sucht man in seinem Gesicht vergebens.
Donald Trump, Präsident der USA, besucht einen Hersteller für medizinische Produkte im US-Bundesstaat Maine. Mundschutz? Das sucht man in seinem Gesicht vergebens.  © Patrick Semansky/AP/dpa

Die Fabrik im US-Bundesstaat Maine, welche Trump besuchte, ist auf die Herstellung von medizinischen Wattestäbchen spezialisiert, wie sie zur Testung für das Coronavirus verwendet werden. Das berichtete das Magazin "US Today" und beruft sich dabei auf ein Statement des Unternehmens.

Dieses gab an, dass die Produktion von Freitag während des Besuches von Trump komplett vernichtet werden müsse. In der gesamten Fabrik herrschen strenge Hygiene-Vorgaben. Die Mitarbeiter müssen spezielle Kleidung und Mundschutz tragen. Doch den Präsidenten schien das anscheinend nicht zu kümmern.

Ohne Mundschutz, wie man es mittlerweile von ihm gewohnt ist, spazierte er durch die Fabrik. Er schnupperte sogar an einem Wattestäbchen. Dabei lobte er die amerikanische Produktion.

Ob das Nichttragen einer Maske des Präsidenten dazu führte, dass die so stark kontrollierte hygienische Produktion vernichtet werden muss, ging aus der Antwort des Unternehmens nicht hervor.

Diese Teststäbchen werden momentan dringender als je zuvor gebraucht. Zwar behauptete der Präsident noch im April, dass die Testkits ja "so einfach zu bekommen" sind.

Doch Umfragen zeigen ein anderes Bild. Es können überhaupt nicht so viele Menschen getestet werden wie gewollt, weil die Erzeugnisse knapp laufen. Ausgerechnet zu diesen Zeiten muss nun eine ganze Produktion vernichtet werden. 

Das Weiße Haus hat sich bislang nicht dazu geäußert. Trump reist in den vergangenen Wochen überall umher, um Fabriken Besuchen abzustatten. Einen Mundschutz lehnt er dabei immer ab.

Titelfoto: Patrick Semansky/AP/dpa

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