Biden zum Klimawandel: "Unsere Kinder werden in echten Schwierigkeiten stecken"

USA - Nach dem verheerenden Unwetter im Nordosten der USA hat US-Präsident Joe Biden (78) bei einem Besuch im Katastrophengebiet vor dem rasant fortschreitenden Klimawandel gewarnt.

Joe Biden inspiziert an Bord des Hubschraubers Marine One die Schäden des Hurrikans "Ida" während eines Rundflugs über die Gemeinden Laffite, Grand Isle, Port Fourchon und Lafourche Parish in Louisiana.
Joe Biden inspiziert an Bord des Hubschraubers Marine One die Schäden des Hurrikans "Ida" während eines Rundflugs über die Gemeinden Laffite, Grand Isle, Port Fourchon und Lafourche Parish in Louisiana.  © Jonathan Ernst/Reuters Pool via AP/dpa

In den USA habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, "dass die globale Erwärmung real ist", sagte Biden am Dienstag in Hillsborough Township im Bundesstaat New Jersey. "Sie schreitet mit unglaublicher Geschwindigkeit voran. Wir müssen etwas dagegen tun."

Biden sprach von einem "Wendepunkt, an dem wir entweder handeln, oder wir werden in echten Schwierigkeiten stecken. Unsere Kinder werden in echten Schwierigkeiten stecken."

Unwetter infolge des Hurrikans "Ida" hatten in der vergangenen Woche zu schweren Regenfällen mit katastrophalen Überschwemmungen im Nordosten der USA geführt. Dutzende Menschen starben.

Am schwersten betroffen waren die Bundesstaaten New Jersey und New York. Davor hatte "Ida" bereits in den südlichen Bundesstaaten Louisiana und Mississippi Verwüstung angerichtet, mehrere Menschen kamen ums Leben. Biden hatte das dortige Katastrophengebiet am Freitag besucht.

"Jeder Teil des Landes wird von extremen Wetterbedingungen heimgesucht", sagte der US-Präsident am Dienstag. Man könne den Klimawandel nicht rückgängig machen, aber verhindern, dass er noch schlimmer werde.

Joe Biden nimmt an der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow teil

Joe Biden (78) spricht vor Betroffenen bei einem Rundgang durch ein vom Hurrikan "Ida" stark geschädigtes Viertel in LaPlace, Louisiana.
Joe Biden (78) spricht vor Betroffenen bei einem Rundgang durch ein vom Hurrikan "Ida" stark geschädigtes Viertel in LaPlace, Louisiana.  © Evan Vucci/AP/dpa

Biden kündigte an, an der UN-Weltklimakonferenz im November im schottischen Glasgow teilzunehmen. Er machte allerdings keine Angaben dazu, ob er persönlich anreisen oder sich online dazu schalten lassen will. Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem der wichtigsten Ziele seiner Regierung erklärt.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa

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