Joe Biden auf Sicherheitskonferenz: USA sind Nato voll und ganz verpflichtet

München - US-Präsident Joe Biden (77) hat seine Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz für ein Bekenntnis zur Nato genutzt.

Joe Biden (77) hat seine Rede für ein Bekenntnis zur Nato genutzt.
Joe Biden (77) hat seine Rede für ein Bekenntnis zur Nato genutzt.  © Patrick Semansky/AP/dpa

"Die Vereinigten Staaten sind unserer Nato-Allianz voll und ganz verpflichtet", sagte Biden am Freitag in einer Videoschalte.

Er sagte zu, dass die USA der Verpflichtung zum militärischen Beistand nachkommen würden. Der Artikel 5 sei eine Garantie. "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle", sagte Biden.

Der Demokrat begrüßte zudem, dass europäische Staaten mehr in ihre militärischen Fähigkeiten und damit in die "gemeinsame Verteidigung" investierten.

Unter Bidens Vorgänger Donald Trump (74) war das Verhältnis zwischen den USA und der Nato äußerst angespannt.

Trump hatte ohne Rücksicht auf die Folgen mehrfach Zweifel daran geweckt, ob die USA im Ernstfall ihrer Verpflichtung zum militärischen Beistand nachkommen würden.

Hinzu kamen die nicht abgesprochene Ankündigung eines Rückzugs von US-Truppen aus Deutschland und andere Alleingänge. Zum Entsetzen der Alliierten drohte Trump sogar mit dem Nato-Austritt.

Kanzlerin Merkel: "Deutschland steht für ein neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft bereut"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der digital organisierten Sicherheitskonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der digital organisierten Sicherheitskonferenz.  © Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat dem neuen US-Präsidenten Joe Biden eine enge Zusammenarbeit bei den strategischen Herausforderungen gegenüber China und Russland angeboten.

"Es gibt sehr viel zu tun. Deutschland steht für ein neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft bereit", sagte Merkel am Freitag in einem Videoauftritt bei der wegen der Corona-Pandemie digital organisierten Münchner Sicherheitskonferenz.

Die Agenda sei klar und auch, dass man gemeinsame Vorgehensweisen entwickele, sagte Merkel.

"Das wird nicht immer Interessengleichheit sein. Ich mache mir darüber keine Illusionen."

Man müsse auch offen über Differenzen sprechen.

Aber von der Wertebasis und der Überzeugung, dass die Demokratie handlungsfähig sei, "haben wir ein breites, gutes gemeinsames Fundament".

Titelfoto: Patrick Semansky/AP/dpa

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