Joe Biden behauptet: "Hunde können helfen, Krebs zu heilen!" Ist das wahr?

Washington, D.C. (USA) - US-Präsident Joe Biden (78) stellte vor Kurzem eine steile These auf: Hunde könnten angeblich dabei helfen, Krebs zu heilen! Was ist an dieser Behauptung dran?

Glaubt Joe Biden (78, r.) etwa, dass Hunde medizinische Wunderkräfte haben? Nein, keine Sorge. Er sagt nur, dass die Tiere in der Medizin helfen können. (Bildmontage)
Glaubt Joe Biden (78, r.) etwa, dass Hunde medizinische Wunderkräfte haben? Nein, keine Sorge. Er sagt nur, dass die Tiere in der Medizin helfen können. (Bildmontage)  © Andrew Harnik/AP/dpa und Isselee Eric Philippe /123rf

Es klang zunächst komisch, was der amerikanische Präsident da sagte. Bei einem Besuch im "James Cancer Hospital", einem Krankenhaus der Ohio State University in Columbus, das auf Krebserkrankungen spezialisiert ist, sprach der 78-Jährige über die medizinischen Fähigkeiten von Vierbeinern.

"Hunde können dabei helfen, Krebs zu heilen", erklärte Biden vor einigen Journalisten. "Das ist kein Scherz, es ist faszinierend."

In sozialen Netzwerken stieß diese Aussage zunächst mal auf viel Verwunderung: Was sollten Hunde denn schon zum Kampf gegen Krebs beitragen?

Manche fühlten sich sogar an die fragwürdigen medizinischen Irrungen und Wirrungen von Bidens Vorgänger Donald Trump (74) erinnert. Der hatte immerhin mal behauptet, man könnte das Coronavirus mit Desinfektionsmittel unschädlich machen.

Doch so merkwürdig sich die Worte des amtierenden US-Präsidenten auch anhörten, ganz daneben lag er nicht. Zugegeben: Hunde werden wohl nie ein Heilmittel für Krebs entwickeln, aber sie können auf jeden Fall beim Erkennen von Krebserkrankungen helfen.

Studien belegen: Hundenasen können Krankheiten erkennen

So führte Biden gegenüber den Journalisten weiter aus, dass der Geruchssinn von Hunden "400-mal so gut wie der von Menschen" wäre, deshalb könnten die Tiere "Krebs in den Beinen oder im Körper von Menschen riechen".

Und das ist korrekt. Hunde sind in der Lage, Krebs zu erschnüffeln!

Das beweist auch eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2019. Dabei waren 97 Prozent aller getesteten Hunde in der Lage, zwischen einer Blutprobe mit Krebs und einer gesunden Blutprobe zu unterscheiden.

Joe Biden machte also tatsächlich "keinen Scherz" mit seiner Behauptung: Der beste Freund des Menschen kann sehr wohl zum Kampf gegen oder zumindest zur früheren Erkennung von Krebserkrankungen beitragen.

Titelfoto: Andrew Harnik/AP/dpa und Isselee Eric Philippe /123rf

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