Joe Biden telefoniert mit Angela Merkel: Das ist das Ergebnis!

Berlin - Der gewählte US-Präsident Joe Biden (77) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) zugesagt, die Beziehungen zu Deutschland stärken zu wollen. In einem Telefonat mit der CDU-Politikerin erklärte der 77-Jährige am Dienstag nach Angaben seines Teams auch die Absicht, die transatlantischen Beziehungen insgesamt über die Zusammenarbeit mit der EU und in der Nato wiederzubeleben.

Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, die Beziehungen zu Deutschland stärken zu wollen.
Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, die Beziehungen zu Deutschland stärken zu wollen.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa, Carolyn Kaster/AP/dpa

Biden habe sein Interesse bekundet, bei gemeinsamen Herausforderungen eng mit Merkel zusammenzuarbeiten.

Dazu gehörten die Bekämpfung der Corona-Pandemie, der Klimaschutz und die Wiederbelebung der globalen Wirtschaft. "Er hat auch die Möglichkeit begrüßt, mit der EU an einer gemeinsamen Agenda zu arbeiten", hieß es in der Erklärung des Biden-Teams.

Biden hat bei der Wahl vor einer Woche laut Erhebungen und Prognosen der großen US-Medien eine sichere Mehrheit erreicht und gilt damit als gewählter Präsident.

Der unterlegene amtierende Präsident Donald Trump will die Wahl aber nicht anerkennen und den Wahlausgang vor Gericht anfechten. Die Vereidigung Bidens soll am 20. Januar stattfinden.

Nach Angaben des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert wünschte Merkel sich in dem Telefonat mit Biden eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Beide seien sich einig gewesen, "dass der transatlantischen Zusammenarbeit angesichts der Vielzahl globaler Herausforderungen eine hohe Bedeutung zukommt". Merkel habe auch der zur Vizepräsidentin gewählten Kamala Harris ihre Glückwünsche übermittelt.

Die Kanzlerin hatte Biden bereits am Samstag schriftlich gratuliert. Am Montag bot sie ihm in einer öffentlichen Stellungnahme ein stärkeres deutsches Engagement in Sicherheitsfragen an. "Wir Deutsche und wir Europäer wissen, dass wir in dieser Partnerschaft im 21. Jahrhundert mehr eigene Verantwortung übernehmen müssen", sagte die CDU-Politikerin.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen waren in vier Jahren Trump auf einen Tiefpunkt abgestürzt. Jetzt hofft die Bundesregierung auf eine deutliche Verbesserung.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa, Carolyn Kaster/AP/dpa


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