Nach Bombenabwurf über Syrien: Joe Biden bekommt Kritik aus den eigenen Reihen

USA - Nach seinem ersten angeordneten Militäreinsatz erfährt US-Präsident Joe Biden (78) nun auch Kritik von Anhängern seiner Partei, den Demokraten.

Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt Gebäude, die durch den US-Luftangriff in Syrien zerstört wurden. Die Vereinigten Staaten starteten Luftangriffe in Syrien gegen Objekte in der Nähe der irakischen Grenze, die von iranisch unterstützten Milizen verwendet wurden.
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt Gebäude, die durch den US-Luftangriff in Syrien zerstört wurden. Die Vereinigten Staaten starteten Luftangriffe in Syrien gegen Objekte in der Nähe der irakischen Grenze, die von iranisch unterstützten Milizen verwendet wurden.  © Maxar Tec/Satellite image/AP/dpa

Im Bürgerkriegsland Syrien hatte das US-Militär zahlreiche Anhänger pro-iranischer Milizen getötet (TAG24 berichtete).

Während das Verteidigungsministerium den Bombenabwurf zunächst rechtfertigte, regt sich nun Kritik am Befehl Bidens.

"Während der Präsident die Verantwortung hat, die Menschen in den Vereinigten Staaten zu verteidigen, sagt unsere Verfassung eindeutig, dass es der Kongress ist, nicht der Präsident, der die Autorität hat, den Krieg zu erklären", sagte Bernie Sanders (79) laut Informationen der Frankfurter Rundschau.

Sanders war einer von Bidens Konkurrenten um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

"Ich bin sehr besorgt, dass der gestrige Angriff der US-Streitkräfte in Syrien unser Land auf den Weg der Fortsetzung des ewigen Kriegs bringt, anstatt ihn zu beenden. Das ist derselbe Weg, auf dem wir uns seit fast zwei Jahrzehnten befinden", sagte Sanders gegenüber "The Market Herald".

Dass der Politiker, der als links gilt und in den USA teilweise als Sozialist verschrien ist, Kritik äußern würde, war abzusehen. Doch neben Sanders äußerten sich auch andere Demokraten.

Tim Kaine (63), ein enger Vertrauter Hillary Clintons (73), brachte ähnliche Bedenken zum Ausdruck. Weitere demokratische Anhänger wollten während ihrer Äußerung anonym bleiben.

Luftangriff der USA in Syrien wird sowohl im Inland als auch international kritisiert

Bernie Sanders (79), demokratischer Senator für den US-Bundesstaat Vermont und Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats, kritisierte den US-Angriff in Syrien deutlich.
Bernie Sanders (79), demokratischer Senator für den US-Bundesstaat Vermont und Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats, kritisierte den US-Angriff in Syrien deutlich.  © Stefani Reynolds/Pool The New York Times/AP/dpa

Die frühe militärische Aktion unter Joe Biden erfuhr auch vonseiten Russlands Kritik. China hielt sich mit Äußerungen zurück. Deutschland verteidigte den Bombenabwurf.

Titelfoto: Maxar Tec/Satellite image/AP/dpa, Stefani Reynolds/Pool The New York Times/AP/dpa

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