US-Regierung stoppt Vorgehen gegen TikTok und WeChat

Washington, D.C. (USA) - Die neue US-Regierung unterbricht das von Donald Trump (74) eingeleitete Vorgehen gegen TikTok und WeChat für eine weitere Überprüfung der Apps.

Der neue US-Präsident Joe Biden (78) stoppt das von Donald Trump (74) eingeleitete Vorgehen gegen WeChat und TikTok.
Der neue US-Präsident Joe Biden (78) stoppt das von Donald Trump (74) eingeleitete Vorgehen gegen WeChat und TikTok.  © 123RF/boumenjapet

Dabei wolle man unter anderem feststellen, ob die Video-App und der Chatdienst tatsächlich eine Gefahr darstellten, hieß es in Anträgen des Justizministeriums bei Berufungsgerichten in Washington und San Francisco.

Die Regierung Trumps hatte TikTok und WeChat als Risiko für Daten von Amerikanern bezeichnet und verfügte Verbote der Apps in den USA. Sie wurde dabei jedoch von US-Gerichten mit einstweiligen Verfügungen gestoppt.

Die neue Überprüfung könnte ein längerer Prozess werden: Die Anträge der Regierung sehen Updates an das Gericht alle 60 Tage vor.

TikTok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance. Trump wollte erzwingen, dass zumindest das US-Geschäft von TikTok unter Kontrolle amerikanischer Besitzer kommt. Die Regierung in China torpedierte Gespräche über einen Verkauf aber im Herbst mit einer neuen Regel, die Export von Software-Algorithmen ohne spezielle Erlaubnis verbietet.

Zudem kam ein Richter zu dem Schluss, dass die Verbotsanordnungen der US-Ministerien mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend rechtlich gedeckt waren und gab deswegen einer einstweiligen Verfügung statt. Trumps Regierung zog vors Berufungsgericht.

Auch Xiaomi von Trumps Attacken betroffen

Im Fall von WeChat beschlossen US-Richter, dass ein Verbot der App die Verfassungsrechte von Nutzern verletzten würde, die auf sie angewiesen seien.

Trump hatte noch kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft weitere Unternehmen wie den Smartphone-Anbieter Xiaomi ins Visier genommen.

Die neue Regierung von Präsident Joe Biden (78) muss jetzt entscheiden, wie sie auch mit diesen Maßnahmen umgeht.

Titelfoto: 123RF/boumenjapet

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