"Kampf gegen den islamistischen Terror": Macron und Kurz beraten sich in Paris

Paris - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz über Europas Kampf gegen den Terrorismus beraten. Bilder zeigten Macron und Kurz vor den Stufen des Élysée-Palastes - sie begrüßten sich mit den Ellenbogen.

Emmanuel Macron (l.) empfängt Sebastian Kurz vor einem Treffen zum Kampf gegen islamistischen Terror im Élysée-Palast.
Emmanuel Macron (l.) empfängt Sebastian Kurz vor einem Treffen zum Kampf gegen islamistischen Terror im Élysée-Palast.  © Michel Euler/AP/dpa

"Wir müssen mit aller Härte gegen islamistische Gefährder sowie die dahinterstehende Ideologie vorgehen sowie die EU-Außengrenzen ordentlich sichern", teilte Kurz am Dienstag via Twitter mit.

Im Anschluss wollten Macron und Kurz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel in einer Videokonferenz zusammenkommen.

Nach Angaben von Kurz war auch der niederländische Regierungschef Mark Rutte eingeladen. Es gehe um den "gemeinsamen Kampf gegen den islamistischen Terror".

Der Belgier Michel hatte am Montag bereits ein europäisches Institut für die Ausbildung von islamischen Predigern als mögliches Mittel gegen den Terrorismus ins Spiel gebracht.

Nach den jüngsten Attentaten in Dresden, Frankreich und Österreich gab es Forderungen, den Kampf gegen den Terror in Europa besser zu koordinieren.

Macron hatte angekündigt, die französischen Grenzen besser zu schützen, und gerade mit Blick auf die EU-Außengrenzen eine Neubewertung des grenzkontrollfreien Schengenraums gefordert.

Frankreich und Österreich wurden unlängst von mutmaßlich islamistischen Terroranschlägen getroffen: In Paris wurde im Oktober ein Lehrer von einem Angreifer enthauptet, in Nizza drei Menschen von einem weiteren Gewalttäter in einer Kirche getötet.

In Wien erschoss vor einer Woche ein Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat vier Menschen und verletzte mehr als 20 weitere (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Michel Euler/AP/dpa

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