"Juneteenth" und Ende der Sklaverei: Tausende demonstrieren gegen Rassismus

Washington (USA) - Unter dem Eindruck landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt haben in den USA viele Menschen dem Ende der Sklaverei vor mehr als 150 Jahren gedacht. 

Teilnehmer einer Kundgebung marschieren in Gedenken an den 19. Juni und zum Protest gegen die Polizeigewalt in den USA über die 23. Avenue und halten Schilder in die Höhe.
Teilnehmer einer Kundgebung marschieren in Gedenken an den 19. Juni und zum Protest gegen die Polizeigewalt in den USA über die 23. Avenue und halten Schilder in die Höhe.  © dpa/AP/Ted S. Warren

Bei Demonstrationen anlässlich des "Juneteenth"-Gedenkens zeigten TV-Bilder Versammlungen in Städten wie Chicago oder Washington. 

Allein in der Ostküstenmetropole New York nahmen an mehreren Orten Tausende Menschen zu Fuß und auf Fahrrädern an Demonstrationen gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung teil.

"Juneteenth", auch "Freedom Day" genannt, ist jedes Jahr am 19. Juni. An diesem Datum im Jahr 1865 - kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg - hatte eine entsprechende Proklamation in Texas das Ende der Sklaverei verkündet.

Dieses Jahr steht der Gedenktag unter dem Eindruck der Landesweiten Massenproteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai in Minneapolis (TAG24 berichtete).

In New York entfiel wegen der Corona-Pandemie allerdings der übliche Straßenumzug im Viertel Harlem. 

Bürgermeister Bill de Blasio (59) kündigte bei einer Pressekonferenz an, dass "Juneteenth" von kommendem Jahr an ein Feiertag in der Stadt sei und dann beispielsweise Schulen geschlossen bleiben. Die Metropole folgt damit dem Bundesstaat New York und einigen anderen US-Staaten.

"Während unser Land sich noch immer mit den Rassenproblemen beschäftigt, die wir noch immer haben, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir eine globale Gemeinschaft sind", sagte First Lady Melania Trump (50) in einer Videobotschaft. Alle Unterschiede, die es zwischen den Menschen gebe, sollten gefeiert werden.

Ex-Präsident Barack Obama (58) schrieb auf Twitter, dass der 19. Juni eine Feier des Fortschritts sei: "Es ist eine Bestätigung, dass trotz der schmerzhaftesten Teile unserer Geschichte Veränderungen möglich sind - und es gibt noch so viel zu tun."

Titelfoto: dpa/AP/Ted S. Warren

Mehr zum Thema Melania Trump:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0