Dieser taktische Fehler könnte Putin den Sieg über die Ukraine kosten

Ukraine - Schon seit Tagen wird darüber diskutiert, dass Wladimir Putin (69) den Kampfeswillen der Ukrainer unterschätzt haben könnte. Nun sprechen Militärexperten von einem weiteren Problem.

Hat sich Wladimir Putin (69) auch beim Zeitpunkt für seinen Angriffskrieg verkalkuliert?
Hat sich Wladimir Putin (69) auch beim Zeitpunkt für seinen Angriffskrieg verkalkuliert?  © Uncredited/Russian Presidential Press Service/dpa

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Fehler, der in der frühen Phase der Invasion begangen wurde, könnte Russland nun in Bedrängnis bringen.

Mit dem Frühling am Horizont und den steigenden Temperaturen steht die russische Armee vor einem Tauwetter, das wichtige militärische Routen unpassierbar machen könnte.

Panzer und andere Fahrzeuge könnten im Schlamm steckenbleiben - das mag zunächst banal klingen, jedoch hatten schon die Russland-Feldzüge von Napoleon und Hitler mit ähnlichen Zwangslagen zu kämpfen.

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Wladimir Wladimirowitsch Putin Lähmende Schmerzen: Wie krank ist Wladimir Putin wirklich?

"Der frühe Frühling ist ein schlechter Zeitpunkt, um in die Ukraine einzudringen", sagt Professor Spencer Meredith von der US National Defense University in Washington.

Gegenüber "news.com.au" erklärte er: "Es gibt bereits zahlreiche Belege dafür, dass russische Panzer in Felder fuhren und dort steckenblieben. Die Soldaten müssen ihre Ausrüstung dann zurücklassen und zu Fuß weiterlaufen."

Britischer Admiral: "Russland ist eine isolierte Macht"

"Wir sehen eine russische Invasion, die nicht gut verläuft"

Bilder und Videos in sozialen Netzwerken bestätigen Merediths Einschätzung. Sie zeigen russische Panzer auf matschigen und zum Teil zerstörten Straßen und Wegen. "Die Situation wird sich weiter verschlechtern, wenn das Wetter wärmer wird und der Regen beginnt, es wird die Fahrzeuge nur noch an den Boden ketten", so Meredith.

Auch Admiral Sir Tony Radakin, der Chef des britischen Verteidigungsstabs, sagte gegenüber der BBC: "Ich glaube, wir sehen eine russische Invasion, die nicht gut verläuft. Wir sehen einen bemerkenswerten Widerstand der Ukraine, sowohl ihrer Streitkräfte als auch ihres Volkes - und wir sehen, wie die ganze Welt zusammenkommt und Druck auf Russland ausübt."

"Russland leidet, Russland ist eine isolierte Macht. Es ist weniger mächtig als noch vor zehn Tagen. Einige der führenden Elemente der russischen Streitkräfte wurden bereits durch die ukrainische Reaktion dezimiert", so Radakin.

Titelfoto: Uncredited/Russian Presidential Press Service/dpa

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