Anschlag und Geiselnahme auf Fähre: GSG 9 übt Terror-Szenario auf der Ostsee

Travemünde/Bad Bramstedt - Auf der Ostsee-Fähre "Nils Holgersson" hat am Montagmorgen vor Travemünde eine Übung der Bundespolizei zur Gefahrenabwehr auf See begonnen.

Drei Tage lang üben verschiedene Polizeieinheiten auf einer Ostsee-Fähre den Ernstfall. (Symbolbild)
Drei Tage lang üben verschiedene Polizeieinheiten auf einer Ostsee-Fähre den Ernstfall. (Symbolbild)  © Ulrich Perrey/dpa

Ziel sei es, das Zusammenspiel in einer lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen zu trainieren, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt. 

An der vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) organisierten Übung beteiligen sich nach Angaben des Sprechers die Spezialeinheit GSG 9, die Bundespolizei See und die Fliegerstaffel der Bundespolizei. 

Wie viele Beamte an der dreitägigen Übung beteiligt sind, sagte er zunächst nicht. 

Nach Informationen der Tagesschau sollen an der Antiterror-Übung mit Namen "Racoon" ("Waschbär") auch Hubschrauber und ein neues Schiff zum Einsatz kommen. 

Das Szenario sei dabei Folgendes: Mitten auf der Ostsee verüben Terroristen einen Anschlag auf die Fähre und nehmen Geiseln. Die Lage ist unübersichtlich, die Einsatzkräfte können nicht unbemerkt an Bord kommen und sie müssen mit der Witterung klarkommen.  

Die Besatzung des Fährschiffes wird nach Angaben der Bundespolizei in die Übung einbezogen. Reguläre Passagiere befinden sich nicht an Bord. 

Die 190 Meter lange "Nils Holgersson" der Reederei TT-Line verkehrt normalerweise zwischen Travemünde und dem schwedischen Hafen Trelleborg.

Titelfoto: Ulrich Perrey/dpa

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