Geplanter Terroranschlag in Hamburg: Prozess beginnt am 12. Mai

Hamburg - Mit einem mutmaßlich geplanten Terroranschlag im Raum Hamburg beschäftigt sich ab dem 12. Mai das Hanseatische Oberlandesgericht.

Der Prozess findet vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg statt.
Der Prozess findet vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg statt.  © Christian Charisius/dpa

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 21 Jahre alten Angeklagten die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Waffengesetz vor, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Der Deutsch-Marokkaner soll sich im Sinne der islamistischen Ideologie von Al-Kaida radikalisiert haben. Den Anschlag habe er um den 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 verüben wollen.

Der Angeklagte habe sich Materialien für einen Sprengsatz besorgt, den er nach dem Vorbild des Anschlags auf den Boston-Marathon vom 15. April 2013 habe bauen wollen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft kaufte er größere Mengen an Chemikalien sowie mehrere Hundert Schrauben und Muttern.

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Zudem soll der Angeklagte versucht haben, im Darknet eine halbautomatische Schusswaffe vom Typ Makarow mit 50 Schuss Munition und eine Handgranate zu kaufen. Dabei geriet er an einen verdeckt agierenden Polizeibeamten.

Bei der vereinbarten Übergabe der Waffen am 26. August 2021 wurde der junge Mann festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Öffentlichkeit wurde erst im Dezember über Terrorverdacht informiert

Die Hamburger Polizei, Generalstaatsanwaltschaft und Innensenator Andy Grote (53, SPD) hatten die Öffentlichkeit erst im Dezember über den Terrorverdacht informiert.

Wenig später übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falles. Das Gericht hat 18 Verhandlungstermine bis zum 25. August angesetzt.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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