Hanau-Attentäter absolvierte Gefechtstrainings in der Slowakei

Karlsruhe/Hanau - Der Attentäter von Hanau hat 2019 mindestens zweimal an Gefechtstrainings einer privaten Sicherheitsfirma in der Slowakei teilgenommen.

Polizisten stehen in der Nähe eines Tatortes am Heumarkt in Hanau.
Polizisten stehen in der Nähe eines Tatortes am Heumarkt in Hanau.  © dpa/Nicolas Armer

Die Trainings hätten im Juli und September stattgefunden, berichtete "Der Spiegel" am Freitag.

Als Ausbilder hätten ehemalige Militärs und Spezialeinsatzkräfte fungiert. Die Informationen wurden der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigt.

Tobias R. hatte am 19. Februar im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden der 43-Jährige und seine Mutter tot in ihrer Wohnung gefunden (TAG24 berichtete).

Vor der Tat hatte er Pamphlete und Videos mit abstrusen Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Wie der "Spiegel" weiter berichtete, sehen Experten bei R. Anzeichen für eine psychische Erkrankung. Die Wahnvorstellungen deuteten auf eine paranoide Schizophrenie hin.

2002 sei R. deshalb auch kurz in Behandlung gewesen. Hinweise auf weitere Behandlungen hätten sich nicht gefunden.

Die ermittelnde Bundesanwaltschaft hat ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt nach dpa-Informationen noch nicht vor, die Ermittlungen laufen noch.

Titelfoto: dpa/Nicolas Armer

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