Messer-Attacke in Stolberg: 21-Jähriger hatte offenbar Kontakt zu IS-Anhänger

Stolberg/Waldkraiburg - Der Tatverdächtige der mutmaßlich islamistisch motivierten Messer-Attacke im nordrhein-westfälischen Stolberg gilt als Kontaktperson des Beschuldigten im Fall einer Anschlagsserie auf türkische Einrichtungen in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn). 

Der Tatverdächtige der mutmaßlich islamistischen Messer-Attacke in Stolberg gilt als Kontaktperson eines Beschuldigten, der eine Anschlagsserie auf türkische Einrichtungen verübte, teilte NRW-Innenminister Reul mit.
Der Tatverdächtige der mutmaßlich islamistischen Messer-Attacke in Stolberg gilt als Kontaktperson eines Beschuldigten, der eine Anschlagsserie auf türkische Einrichtungen verübte, teilte NRW-Innenminister Reul mit.  © Federico Gambarini/dpa

Das sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtages.

Der 21 Jahre alte Verdächtige von Stolberg bei Aachen hatte vor rund anderthalb Wochen die Autotür eines 23-Jährigen geöffnet und ihn mit einem Messer schwer am Arm verletzt. 

Der türkische Vater des Opfers war auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen. Die Ermittler sehen einen möglichen Zusammenhang. 

Schon im März soll der Tatverdächtige in einem Restaurant in Aachen mit einem großen Messer einen Bekannten am Arm verletzt haben. 

Dabei rief er den Ermittlungen zufolge wie in Stolberg "Allahu akbar" ("Gott ist groß").

Der Staatsanwaltschaft zufolge lief der 21-Jährige beim Staatsschutz als sogenannter Prüffall. Nach der Messer-Attacke sei er von der Polizei in die Kategorie Gefährder hochgestuft worden.

Kölner Ditib-Zentralmoschee sollte angegriffen werden

In Waldkraiburg soll ein 25-jähriger Deutscher, der sich als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bezeichnet, im April und Mai Anschläge auf Läden türkischstämmiger Inhaber verübt haben. 

Zudem soll er laut Bundesanwaltschaft Bombenanschläge auf Moscheen geplant haben, unter anderem die Ditib-Zentralmoschee in Köln.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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