Mutmaßlicher PKK-Funktionär in Heilbronn festgenommen

Heilbronn - Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag in Heilbronn durch Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg ein mutmaßliches Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK festnehmen lassen.

Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg nahen den Mann in Heilbronn fest. (Symbolbild)
Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg nahen den Mann in Heilbronn fest. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Mann soll seit August 2019 als hauptamtlicher Kader mehrere PKK-Gebiete und -Regionen im Südwesten Deutschlands geleitet haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Er habe unter anderem Propagandaveranstaltungen und Versammlungen mitorganisiert und das Sammeln von "Spendengeldern" koordiniert.

Die Bundesanwaltschaft stuft die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als ausländische terroristische Vereinigung ein, die für zahlreiche Attentate und Anschläge in der Türkei verantwortlich ist.

Der Mann, der die türkische Staatsangehörigkeit hat, soll für das "PKK-Gebiet Frankfurt", die "PKK-Region Hessen" (mit den "Gebieten" Frankfurt, Mainz und Gießen) und das "PKK-Gebiet Stuttgart" zuständig gewesen sein.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass er auch "bestimmenden Einfluss" auf die "PKK-Region Saarland" (mit den "Gebieten" Darmstadt, Mannheim und Saarbrücken) hatte.

Der Mann, dessen Alter nicht mitgeteilt wurde, sollte im Lauf des Tages am Bundesgerichtshof einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet, ob er in Untersuchungshaft kommt.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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