Mutmaßlicher Terroranschlag verhindert: Drei Brüder festgenommen!

Deutschland/Dänemark - Die Polizei hat womöglich einen islamistischen Terroranschlag vereitelt.

Bei einem der Brüder fand die Polizei das Bild der Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Handy.
Bei einem der Brüder fand die Polizei das Bild der Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Handy.  © 123RF/Heiko Kueverling

In Deutschland und Dänemark wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende drei Brüder aus Syrien festgenommen, die im Verdacht stehen, gemeinsam einen Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben.

Demnach wurde einer im hessischen Dietzenbach festgenommen. Seine Brüder, von denen einer in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt ansässig war, hat die Polizei in Dänemark festgesetzt.

Dort seien auch die Chemikalien gefunden worden, hieß es weiter.

Bei einem Bruder fand die Polizei demnach das Bild der Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Handy.

Die Polizisten hätten zudem auf eine Koran-Ausgabe gefunden, in der bestimmte Stellen markiert gewesen seien, die auf eine extremistische Gesinnung schließen lassen könnten.

Die Eltern der Brüder leben den Angaben zufolge in Dänemark. Die Familie soll sich mindestens seit 2005 in Europa aufhalten und bereits früher wegen extremistischer Gesinnung aufgefallen sein.

Ein sogenannter Gefahrenabwehrvorgang dazu, der über mehrere Jahre lief, soll allerdings keine konkreten Hinweise auf terroristische Aktivitäten zutage gefördert haben.

Einer der Brüder bestellte mehrere Kilogramm Aluminiumpulver und Schwefel nach Dessau-Roßlau

Das Bundeskriminalamt war nun auf das Trio aufmerksam geworden, nachdem einer der Brüder in Polen jeweils fünf Kilogramm Aluminiumpulver und Schwefel zur Lieferung nach Dessau-Roßlau bestellt hatte.

Der dort lebende Bruder hat sich nach dpa-Informationen auch in der Vergangenheit häufiger bei seiner Familie in Dänemark aufgehalten.

Wo der mutmaßliche Anschlag hätte stattfinden sollen, ist noch nicht bekannt. Die Brüder im Alter von 33, 36 und 40 Jahren seien alle in Damaskus geboren, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Vier Jahre nach Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Den bislang schwersten islamistischen Terroranschlag in Deutschland hatte im Dezember 2016 der abgelehnte Asylbewerber Anis Amri aus Tunesien verübt.

Der IS-Anhänger erschoss einen Lastwagenfahrer und raste dann mit dessen Fahrzeug über den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz, wo er elf weitere Menschen tötete (TAG24 berichtete).

Das OLG hatte den Islamisten im März wegen der Herstellung einer biologischen Waffe und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zu zehn Jahren Haft verurteilt.

In Köln waren 2018 ein Tunesier und seine Ehefrau verhaftet worden (TAG24 berichtete). Das radikale Islamisten-Paar hatte damals den Bau einer Bombe mit dem biologischen Kampfstoff Rizin vorbereitet.

Titelfoto: 123RF/Heiko Kueverling

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