Bei IS-Terror-Angriff: Zwölf Touristen getötet

Palma (Mosambik) - Bei dem Angriff von Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die nordmosambikanische Küstenstadt Palma am 24. März sind nach Angaben eines Polizisten auch zwölf Weiße umgebracht worden.

Palma war am 24. März von Extremisten überfallen worden. Die zwölf getöteten Touristen wurden im Garten der Hotelanlage vergraben. (Symbolbild)
Palma war am 24. März von Extremisten überfallen worden. Die zwölf getöteten Touristen wurden im Garten der Hotelanlage vergraben. (Symbolbild)  © 123rf/prazis

Die Männer seien in dem Hotel Amarulla Lodge von den Angreifern gefesselt und dann geköpft worden, sagte der örtliche Polizist Pedro da Silva Negro dem portugiesischen TV-Sender RTP.

"Es waren Weiße, deshalb wohl Ausländer", sagte er. Welcher Nationalität die Opfer waren, wisse er nicht.

Er habe die Leichen im Garten der Hotelanlage vergraben lassen, sagte der Polizist und zeigte auf einen Bereich frisch aufgewühlter Erde.

In dem Hotel hätten zurzeit des Angriffs viele Ausländer gewohnt und andere seien nach Beginn des Angriffs dorthin geflüchtet, weil sie es für sicherer hielten, berichtete da Silva.

Das Hotel habe zwar eine eigene Sicherheitstruppe gehabt, aber die Angreifer seien viel stärker gewesen.

RTP zeigte Bilder des völlig verwüsteten und teilweise ausgebrannten Hotels.

Die Terrormiliz betonte in einem Bekennerschreiben, dass IS-Kämpfer die Stadt übernommen hätten

Palma im Norden des südostafrikanischen Landes war zuvor bereits am 24. März von Extremisten überfallen worden.

In der Region ist das Mineralölunternehmen Total an einem knapp 17 Milliarden Euro teuren Flüssiggasprojekt beteiligt. Der Konzern hatte gut 1000 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht.

Die Terrormiliz hatte in einem Bekennerschreiben betont, IS-Kämpfer hätten die Kontrolle über die Stadt übernommen und 55 Sicherheitskräfte getötet.

Inzwischen haben Regierungstruppen die Stadt, aus der fast alle Bewohner geflüchtet sind, wiedererobert.

Titelfoto: 123rf/prazis

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