Nach IS-Terror in Mosambik: Vermisster Brite wohl getötet

London/Palma - Ein Brite, der seit einem großangelegten Angriff von Islamisten im Norden von Mosambik in der vergangenen Woche vermisst wird, ist nach Angaben seiner Familie wohl ums Leben gekommen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte in einem Bekennerschreiben betont, IS-Kämpfer hätten die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Palma übernommen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte in einem Bekennerschreiben betont, IS-Kämpfer hätten die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Palma übernommen.  © Amaq/Militant video/AP/dpa -

Zuvor hatte dessen Arbeitgeber mitgeteilt, es sei eine Leiche gefunden worden, die auf die Beschreibung des 1962 geborenen Mannes passe.

Nach Angaben des britischen Außenministeriums muss die Leiche noch identifiziert werden.

Die Stadt Palma im Norden des südostafrikanischen Landes war von etwa 100 Extremisten überfallen worden.

In der Region ist der französische Energiekonzern Total an einem knapp 17 Milliarden Euro teuren Flüssiggasprojekt beteiligt. Er hatte gut 1000 Mitarbeiter von einem benachbarten Erdgasprojekt in Sicherheit gebracht.

Der Brite lebte nach Informationen der BBC seit anderthalb Jahren in Mosambik und war für den Bau von Unterkünften zuständig.

Sein Arbeitgeber RA International hatte am Freitag vergangener Woche ebenfalls versucht, Beschäftigte in Sicherheit zu bringen.

Nach Medienberichten wurde dabei ein Konvoi von Islamisten angegriffen. Dabei soll der Mann nach Darstellung seiner Angehörigen ums Leben gekommen sein. Sechs einheimische Beschäftigte von RA International werden nach Angaben des Unternehmens noch vermisst.

In der betroffenen Region Cabo Delgado verüben islamistische Rebellen seit 2017 brutale Angriffe. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge sind schon mehr als 530 000 Menschen geflohen.

Titelfoto: Amaq/Militant video/AP/dpa -

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