Nach Terror in Wien: Polizeischutz für Jüdische Einrichtungen in Sachsen-Anhalt

Magdeburg - Nach der Terrorattacke in Wien am Montagabend (TAG24 berichtete) wird nun offenbar auch der Schutz für Jüdische Einrichtungen in Sachsen-Anhalt erhöht. Im Oktober vergangenen Jahres hatte es einen rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle gegeben.

Schwer bewaffnete Polizisten stehen am Dienstag vor der Synagoge in Magdeburg.
Schwer bewaffnete Polizisten stehen am Dienstag vor der Synagoge in Magdeburg.  © Matthias Strauß

Es ist ein Bild, das viele Menschen in Sachsen-Anhalt an das schrecklichen Attentat von Halle erinnern dürfte: Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizeibeamte bewachen am Dienstag die Synagoge in Magdeburg.

Der Hintergrund: Bei der Terrorattacke in Wien fielen die ersten Schüsse gegen 20 Uhr nahe der Hauptsynagoge in einem Ausgehviertel. Der Polizei zufolge gab es sechs verschiedene Tatorte. Einer davon liegt direkt neben der Synagoge.

Vier Passanten starben. Noch immer schweben mehrere Menschen in Lebensgefahr. Zudem wurde ein Täter mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund von der Polizei erschossen.


Unterdessen wird am heutigen Dienstag der Halle-Prozess gegen den Angeklagten Stephan Balliet (28) fortgesetzt.

UPDATE, 4. November, 12.18 Uhr: Polizei führt intensive Gespräche mit Gemeinden

Nach dem islamistischen Anschlag in Wien überprüft die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen in Sachsen-Anhalt. 

Seit Bekanntwerden der Tat am Montagabend führten Polizei und Gemeinden intensive Gespräche, um die Lage zu erörtern, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Sicherheitsmaßnahmen werden entsprechend angepasst. 

Aus taktischen Gründen könnten keine Details genannt werden, wie die Verstärkung aussieht. Zudem prüften die Sicherheitsexperten die generelle Lage im Land.

Titelfoto: Matthias Strauß

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