NRW-Verfassungsschutzchef warnt vor neuer Anschlagsgefahr durch Extremisten aus dem Kaukasus

Köln - Der Chef des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen spricht in einem Interview von gefährlichen Extremisten-Gruppen mit einer kriegerischen und aggressiven Einstellung.

Burkhard Freier (65), Chef des NRW-Verfassungsschutzes, warnt vor terrorbereiten jungen Menschen aus dem Kaukasus.
Burkhard Freier (65), Chef des NRW-Verfassungsschutzes, warnt vor terrorbereiten jungen Menschen aus dem Kaukasus.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier (65), hat vor erhöhter Terrorgefahr durch ein neues Netzwerk gewarnt: "Junge Extremisten, beispielsweise Tschetschenen aus dem Kaukasus, verbinden sich mit Kosovo-Albanern, die teils enge Kontakte zu dem Attentäter von Wien unterhielten", sagte Freier dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Dieses militante Personengeflecht habe sich in Deutschland und auch in NRW gebildet, so Freier.

"Diese Dschihadisten versuchen, sich inzwischen weit über deutsche Grenzen hinaus mit IS-Kadern in Westeuropa zu vernetzen. Dadurch nimmt die Anschlagsgefahr deutlich zu."

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"Im Vergleich zu einem deutschen konvertierten Salafisten geht von kaukasischen Extremisten eine weitaus größere Militanz aus", so Freier gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Etliche hätten bereits in ihrer Heimat gekämpft und seien durch Gewalt und Kriegserfahrung "verroht".

Zudem bewegten sich tschetschenische Extremisten aus NRW auch im Bereich der Organisierten Kriminalität.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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