Terrorattacke im Supermarkt: Mann kauft Messer und sticht auf Kunden ein

Auckland - In einem Supermarkt in einem Vorort der neuseeländischen Stadt Auckland hat ein Mann mehrere Menschen verletzt.

Ein Supermarkt wurde Schauplatz eines brutalen Angriffs. (Symbolbild)
Ein Supermarkt wurde Schauplatz eines brutalen Angriffs. (Symbolbild)  © tzido/123RF

Der Angreifer sei von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Mindestens sechs Menschen seien in dem Ort New Lynn südwestlich des Stadtzentrums verletzt worden, einige davon schwer, berichtete der Sender Radio New Zealand unter Berufung auf die Hilfsorganisation St. John.

Die Polizei, die mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber im Einsatz war, sperrte das Gebiet um das Einkaufszentrum LynnMall großräumig ab.

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Offizielle Details zum Tathergang gab es zunächst nicht.

Augenzeugen zufolge soll der Mann mit einem Messer auf Menschen eingestochen haben.

Anwohner berichteten neuseeländischen Medien von Panik und Schreien.

Update, 8.25 Uhr: Behörden stufen Angriff als Terrorakt ein

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (41) verurteilte die Tat.
Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (41) verurteilte die Tat.  © Robert Kitchin/Pool via AP/dpa

Bei dem Messerangriff handelt es sich nach Angaben der Behörden um eine Terrorattacke. Verantwortlich sei ein "gewalttätiger Extremist", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (41) am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Einsatzkräften zufolge wurden im Einkaufszentrum LynnMall sechs Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Angreifer wurde nach Polizeiangaben von Sicherheitskräften erschossen. Es handele sich um einen Mann aus Sri Lanka, der den Behörden seit 2016 bekannt gewesen sei und unter Beobachtung gestanden habe, erklärte Ardern.

"Was heute passiert ist, war verabscheuungswürdig, es war hasserfüllt, es war falsch", sagte Ardern. Dahinter stecke kein Glauben, sondern "eine Ideologie, die hier von niemandem unterstützt wird".

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Den Angaben zufolge soll der Mann die Tatwaffe in dem Supermarkt gekauft haben, bevor er mit dem Messer auf Anwesende losging.

Die Supermarktkette Countdown, zu der LynnMall gehört, teilte mit, das Management sei wegen des Vorfalls "am Boden zerstört". Erst im Mai hatte es in einem anderen Supermarkt der Kette eine Messerattacke mit fünf Verletzten gegeben.

Titelfoto: tzido/123RF

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