Würzburger Messerattacke: Weitere Hinweise auf islamistischen Hintergrund

Von Marc Thomé

Würzburg - Nach der Messerattacke in Würzburg mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten verdichten sich die Hinweise auf einen islamischen Hintergrund der Tat.

Polizisten durchsuchen das Obdachlosenheim, in dem der Tatverdächtige zuletzt wohnte.
Polizisten durchsuchen das Obdachlosenheim, in dem der Tatverdächtige zuletzt wohnte.  © News5/Salg

Der 24-jährige Verdächtige aus Somalia soll am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt von Würzburg offensichtlich wahllos auf Passanten eingestochen haben (TAG24 berichtete).

Drei Menschen starben bei der Attacke, mindestens fünf wurden schwer verletzt. Der Angreifer wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen.

Laut einem Zeugen soll der Mann während seines Angriffs "Allahu Akbar" (deutsch: Gott ist groß) gerufen haben.

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Außerdem berichtet nun die "Bild", dass die Polizei bei der Durchsuchung des Obdachlosenheims, in dem der 24-Jährige zuletzt wohnte, Propagandamaterial des Islamischen Staates (IS) in einer Mülltonne gefunden habe.

Laut "Spiegel" soll der mutmaßliche Täter nach seiner Verhaftung gesagt haben, dass die Tat sein "Dschihad" gewesen sei.

Innenminister Horst Seehofer: "Abschließende Bewertung des Tatmotivs noch nicht möglich"

Dennoch ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen. So soll der Mann vor der Tat auch in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.

"Noch ist eine abschließende Bewertung des Tatmotivs nicht möglich, daher können wir im Moment auch noch nichts ausschließen. Die Ermittlungen in Bund und Ländern laufen auf Hochtouren", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) der "Bild am Sonntag".

Titelfoto: News5/Salg

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