54,4 Grad Celsius! Tal des Todes vermeldet Rekordhitze

Death Valley - Heiß, heißer, Death Valley! Wer glaubt, in Deutschland gebe es eine Hitzewelle, dürfte angesichts dieser Temperaturmessung fast schon aufatmen. Denn im Tal des Todes wurden 54,4 Grad Celsius gemessen.

Trockenheit, soweit das Auge reicht: Der Death Valley National Park kam nicht umsonst zu seinem Namen "Tal des Todes".
Trockenheit, soweit das Auge reicht: Der Death Valley National Park kam nicht umsonst zu seinem Namen "Tal des Todes".  © U.S. National Park Service/U.S. National Park Service/AP/dpa

Am Sonntag stieg das Thermometer am Furnace Creek im Death Valley, das in den Wüsten Südkaliforniens liegt, laut der Webseite cbcnews auf 54,4 Grad Celsius. 

Sollte dies bestätigt werden, wäre das nicht nur die heißeste Temperatur, die in den USA seit 1913 gemessen wurde. Weltweit wäre dann ein neuer Rekord geknackt, zumindest, wenn man die Zuverlässigkeit der Messung betrachtet.

Eigentlich wurden im Jahr 1913 ebenfalls im Death Valley bereits 56 Grad Celsius registriert.

Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass die Temperaturmessung im Jahr 1913 ein Beobachterfehler war. Denn in diesem Sommer wurden täglich weitaus niedrigere Temperaturen aufgezeichnet, als es am angeblich heißesten Tag der Fall war.

Daher einigten sich Experten darauf, dass die heißeste Temperatur, die jemals "zuverlässig" auf der Erde gemessen wurde, 54 Grad beträgt. Gemessen wurde diese im Jahr 2013 im Death Valley. Das heißt, bis jetzt.

Unter der Annahme, dass keine Auffälligkeiten erkennbar sind, wird die Lesung vom Sonntag wahrscheinlich akzeptiert werden. Es scheint, dass die Messung nicht verdächtig ist, aber wenn es Grund zur Skepsis gibt, kann der Nationale Wetterdienst oder die Weltmeteorologische Gesellschaft eine Überprüfung vornehmen.

Weltweit steigt die Temperatur an

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Hitzewellen laut verschiedenen Studien nicht nur in den USA verstärkt. Angeblich sollen Hitzewellen seit 1950 weltweit deutlich häufiger auftreten, länger andauern und mehr kumulative Hitze produzieren - was die Bevölkerung anfälliger für Hitzestress macht. 

Wissenschaftler sagen, dass dieser Erwärmungstrend sich weiter verstärken wird, solange durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe weiterhin Treibhausgase freigesetzt werden. Tatsächlich gehen Computermodelle davon aus, dass sich die Hitze-Index-Tage über 37,7 Grad in US-Bundesstaat Texas von 40 Tagen vor dem Jahr 2000 auf 130 Tage bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mehr als verdreifachen werden.

Titelfoto: U.S. National Park Service/U.S. National Park Service/AP/dpa

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