Trump versus Tiktok: Neuer Deal, App "wird eine ganz neue Firma sein"

Washington - Kurz vor dem Inkrafttreten eines Download-Stopps für Tiktok in den USA hat Präsident Donald Trump (74) einem neuen Deal um die populäre Video-App zugestimmt. 

Donald Trump (74), Präsident der USA.
Donald Trump (74), Präsident der USA.  © Patrick Semansky/AP/dpa

Das weltweite Geschäft von Tiktok komme in eine neue Firma mit Sitz in den USA, "wahrscheinlich in Texas", sagte Trump in der Nacht zum Sonntag. "Ich habe den Deal abgesegnet."

Das globale Geschäft von Tiktok solle in den USA angesiedelt werden und 25.000 Mitarbeiter beschäftigen, so Trump am Samstag. 

"Es wird eine ganz neue Firma sein. Sie wird nichts mit China zu tun haben", betonte er. Details sollten demnächst veröffentlicht werden.

Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko, weil die App dem chinesischen Bytedance-Konzern gehört. 

Aus seiner Sicht könnten chinesische Behörden über die App an Daten von Amerikanern kommen. 

Ab Montag verschwindet die App aus den Download-Plattformen

Kurz vor dem Inkrafttreten eines Download-Stopps für Tiktok in den USA hat Präsident Donald Trump einem neuen Deal um die populäre Video-App zugestimmt.
Kurz vor dem Inkrafttreten eines Download-Stopps für Tiktok in den USA hat Präsident Donald Trump einem neuen Deal um die populäre Video-App zugestimmt.  © Andre M. Chang/ZUMA Wire/dpa

Mit dieser Begründung legte er mit zwei Anordnungen die Basis für das Aus der App in den USA. 

In einem ersten Schritt soll die App am Montag aus den Download-Plattformen in Amerika verschwinden und ab dem 12. November nicht mehr in den USA funktionieren.

Eine führende Rolle bei Tiktok Global sollen laut Trump zwei amerikanische Unternehmen spielen: der Software-Konzern Oracle und der Supermarkt-Riese Walmart. Unklar blieb zunächst, inwiefern nach Trumps "grundsätzlicher Billigung" des Deals noch eine Zustimmung Chinas erforderlich ist.

Die chinesische Regierung hatte einen direkten Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok an den Software-Konzern Microsoft zuvor torpediert.

Sie führte eine neue Regel ein, nach der Software-Algorithmen nur mit Erlaubnis der Behörden ins Ausland verkauft werden dürfen.

Titelfoto: Patrick Semansky/AP/dpa ; Andre M. Chang/ZUMA Wire/dpa

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