Facebook mitschuldig am Sturm des US-Kapitols? Demokraten äußern schwere Vorwürfe

USA - Hat Facebook zu wenig getan, um gegen radikale Pro-Trump-Gruppen vorzugehen? Diesen Vorwurf äußern derzeit zumindest mehrere demokratische Politiker.

Washington D.C.: Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, nachdem Unterstützer von US-Präsident Trump das Kapitolgebäude gestürmt hatten.
Washington D.C.: Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, nachdem Unterstützer von US-Präsident Trump das Kapitolgebäude gestürmt hatten.  © Probal Rashid/ZUMA Wire/dpa

Trägt Facebook eine Mitschuld an dem wütenden Aufstand vorm US-Kapitol?

Immer mehr demokratische Abgeordnete schließen sich diesem Vorwurf an. Facebook-COO Sheryl Sandberg sah sich deshalb zu einer Rechtfertigung verpflichtet.

In einem Video sagte sie: "Unsere Selbstkontrolle ist sicherlich nicht perfekt, aber ich denke, dass diese Veranstaltungen größtenteils auf Plattformen organisiert wurden, die nicht unsere Standards und unsere Transparenz haben und nicht in der Lage sind, Hass zu stoppen."

Die Retourkutsche vonseiten der Demokraten ließ nicht lange auf sich warten. "Es ist erstaunlich, wie mühelos Sheryl Sandberg lügen kann", twitterte Jon Cooper, ein enger Vertrauter des künftigen US-Präsidenten Joe Biden.

Jan Schakowsky, der demokratische Abgeordnete von Illinois, ging laut Fox News noch einen Schritt weiter und forderte den Rücktritt sowohl von Sheryl Sandberg als auch von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg.

Aber nicht nur die Demokraten, auch republikanische Anhänger machen dem sozialen Netzwerk Vorwürfe. Facebook würde liberale Meinungen bevorzugen und Zensur ausüben, meinen sie.

Aus diesem Grund hätten bereits zahlreiche Republikaner und Trump-Anhänger Facebook den Rücken gekehrt und sich anderen Netzwerken und Portalen zugewandt.

Titelfoto: Probal Rashid/ZUMA Wire/dpa, Dominic Lipinski/PA Wire/dpa, Facebook

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