George Floyds Tochter Gianna spricht: "Ich vermisse ihn", Spendenflut für die Familie

Washington - Bei einer Spendenkampagne für die sechs Jahre alte Tochter des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd sind bereits mehr als 1,5 Millionen US-Dollar (1,34 Millionen Euro) zusammengekommen.

Roxi Washington (r), Mutter von George Floyds Tochter, und seine Tochter Gianna Floyd nehmen an einer Pressekonferenz in der Minneapolis City Hall teil.
Roxi Washington (r), Mutter von George Floyds Tochter, und seine Tochter Gianna Floyd nehmen an einer Pressekonferenz in der Minneapolis City Hall teil.  © Leila Navidi/TNS via ZUMA Wire/dpa

Das ging am Donnerstagabend (Ortszeit) aus einem Spendenaufruf auf der Crowdfunding-Seite GoFundMe hervor.

Der frühere NBA-Basketballspieler Stephen Jackson, der mit Floyd befreundet gewesen war, hatte am Montag auf Instagram ein Video eingestellt, in dem Gianna auf seinen Schultern sitzt und sagt: "Papa hat die Welt verändert". 

Floyds Tod hat in den USA und auch weltweit zu anhaltenden Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus geführt. Jackson verlinkte von seinem verifizierten Profil auch auf den Spendenaufruf. Dort hieß es, es handle sich um den einzigen legitimen Spendenaufruf, den die Anwälte der Mutter eingerichtet hätten.

Gianna und ihre Mutter Roxie sprachen am Mittwoch auch mit dem Fernsehsender ABC. "Ich vermisse ihn", sagte das Mädchen auf die Frage der Journalisten, was sie den Menschen über ihren Vater sagen wolle. 

Er habe immer mit ihr gespielt, sagte das Mädchen weiter.

Auch Rapper Kanye West unter den großzügigen Spendern

US-Medienberichten zufolge wollte auch der Rapper Kanye West (42) Floyds Familie unterstützen. Er habe unter anderem einen Ausbildungsfond für Gianna eingerichtet, wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen Sprecher berichtete.

Floyd war am Montag vergangener Woche bei einer brutalen Festnahme in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein Polizist hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyds gedrückt - trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen. 

Der Beamte und drei weitere beteiligten Polizisten wurden nach Bekanntwerden des Vorfalls umgehend entlassen. Sie wurden inzwischen festgenommen und angeklagt.

Titelfoto: Leila Navidi/TNS via ZUMA Wire/dpa

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