"Ich war 45 Minuten tot!" Wanderer geht in den Bergen verloren und wird gerettet

Seattle (USA) - Michael Knapinski (45) verschwand bei einer Wanderung mit einem Freund spurlos. Als er einen Tag später gefunden wurde, hörte sein Herz auf zu schlagen – nun öffnete er wieder die Augen.

Mithilfe eines Helikopters wurde Michael Knapinski (45) endlich gefunden.
Mithilfe eines Helikopters wurde Michael Knapinski (45) endlich gefunden.  © Montage: Facebook/Screenshot/Gary Knapinski

Wie "The Seattle Times" berichtete, begann alles am vergangenen Samstag, als er sich mit einem Freund aufraffte, um eine Schneewanderung im Mount Rainier National Park in den USA zu machen.

Als Knapinski sich dazu entschloss, mit den Schneeschuhen weiter zu laufen, trennten sich die Wege der Männer. Sein Freund bevorzugte die Skier.

Kurz darauf verschwand Knapinski einfach, und er selbst weiß nicht mehr, was eigentlich genau passiert ist. Alles sei mit einem Mal weiß geworden – dann ist er gefallen.

Als er kurz darauf nicht am ausgemachten Treffpunkt erschien, machte sich sein Freund große Sorgen und meldete ihn als vermisst

Es dauerte einen gesamten Tag, bis der 45-Jährige endlich gefunden wurde – bewusstlos im Schnee. So schnell wie möglich wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er kurz darauf einen Herzstillstand erlitt. 

Daraufhin taten die Ärzte alles, um ihn zu retten.

45 Minuten lang setzte sein Herz aus!

Knapinski wurde an ein ECMO-Gerät angeschlossen, welches Blut aus seinem Körper in eine Herz-Lungen-Maschine pumpte. Diese entfernte daraufhin das Kohlendioxid und schickte sauerstoffgefülltes Blut zurück in das Gewebe seines Körpers. 

Und das funktionierte! Nach 45 langen Minuten gab sein Herz endlich wieder einen Ton von sich!

Doch das musste noch lange nichts heißen. Die gesamte Nacht blieb Knapinski unter stetiger Überwachung. Niemand wollte ein Risiko auf einen erneuten Herzstillstand eingehen.

Und dann geschah es! Michael Knapinsky öffnete seine Augen, obwohl er wenige Stunden zuvor noch für tot erklärt worden war.

Nun möchte Knapinski noch mehr Gutes tun!

Noch immer befindet sich der 45-Jährige im Krankenhaus und hat noch einige Wochen der Genesung vor sich: Seine Nieren funktionierten noch nicht so richtig, sein Herz kämpft weiterhin mit der Blutzirkulation, und seine Haut ist durch die immense Kälte stark beschädigt.

Aber seine Ärzte sind sich sicher, dass er wieder vollständig gesund wird.

Knapinski selbst glaubt seit diesem Vorfall, dass es seine Bestimmung sei, sein Leben anderen zu widmen. Zwar verbrachte er immer schon viel Zeit mit freiwilliger Arbeit, jedoch möchte er noch so viel mehr tun.

"Sobald ich physisch dazu in der Lage bin, wird das meine Berufung im Leben sein: Menschen einfach nur helfen", sagte er.

Titelfoto: Montage: Facebook/Screenshot/Gary Knapinski

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