Nichts falsch gemacht: Aus diesem Grund erhält eine Kellnerin nur fünf Cent Trinkgeld!

Lincoln (USA) - Ein besonderes Detail störte einen Restaurant-Gast so sehr, dass er seiner Kellnerin kein ordentliches Trinkgeld gönnte. Doch ebendieses Detail hatte sie gar nicht zu verantworten.

Der Restaurant-Gast bezahlte mit Kreditkarte. (Symbolbild)
Der Restaurant-Gast bezahlte mit Kreditkarte. (Symbolbild)  © 123RF/ammentorp

Damit sich das Coronavirus nicht mehr so rasant verbreitet, gibt es im US-Bundesstaat Nebraska bereits seit dem 20. Juli eine Maskenpflicht, die im Nahverkehr, aber auch in Geschäften und Restaurants gilt.

Ein Mann stört sich besonders an der neuen Regelung. Und das, obwohl er selbst im Restaurant keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen braucht.

Seiner Kellnerin, die jedoch dazu verpflichtet ist, dauerhaft einen Mundschutz zu tragen, gab er deshalb ein Trinkgeld in Höhe von lediglich fünf US-Cent (umgerechnet vier Euro-Cent).

Ali Silverhus, die Bedienung, kann das nicht nachvollziehen. Der Lohn sei ohnehin gering und aktuell "riskieren wir, krank zu werden, nur um unseren Gästen zu dienen", erklärte sie im Fernsehsender "Fox 5 New York". 

Und weiter: "Es gab kein Bitte oder Danke von dem Gast. Ich war nicht überrascht, dass ich aufgrund seiner Einstellung ein schlechtes Trinkgeld bekommen würde."

"Nur über den Betrag und das, was er geschrieben hat, war ich überrascht." Der Mann versuchte nämlich noch, sich auf der Quittung zu rechtfertigen. Doch seine Begründung sorgte seither im Netz für reichlich Kopfschütteln.

"Masken loswerden, Trinkgeld wird mehr werden", schrieb der Unbekannte auf den Kassenzettel.

Fünf Cent für guten Service mit Maske

Silverhus erklärte dem Sender weiter, dass sie nur drei US-Dollar (umgerechnet etwa 2,50 Euro) je Stunde verdiene. Auf Trinkgelder seien ihre Kollegen und sie selbst angewiesen. "Wir bitten die Leute, respektvoll zu sein und entsprechend Trinkgeld zu geben", so die junge Frau. Ihre Kollegen starteten bereits Crowdfunding-Kampagnen, um ihre Miete und andere Rechnungen zahlen zu können, wie "Fox 5 New York" weiter berichtete.

Das Foto des Kassenbons lud Ali Silverhus nach ihrem Dienst auf Twitter und Facebook hoch, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Zwischenzeitlich stellte sie jedoch ihre Profile auf "privat" um.

Grund dafür ist die enorme Anteilnahme der Internet-Nutzer. Diese echauffierten sich wohl genauso wie die junge Dame über den unhöflichen Gast.

Einige User riefen im Netz dazu auf, Silverhus ein virtuelles Trinkgeld zu zahlen. Sie sei auf einer entsprechenden Plattform registriert. Wie viel bereits zusammen kam, ist allerdings nicht bekannt.

Titelfoto: 123RF/ammentorp, Screenshot/Twitter/KTVU

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