Mann schießt sich selbst durch den Penis und gibt die Schuld jemand anderem

Portland (USA) - Der illegale Waffenbesitz des vorbestraften Amerikaners Marcus Anthony Davis (35) rächte sich am 8. Januar auf grausame Art und Weise. Er schoss sich versehentlich selbst durch den Penis.

Marcus Anthony Davis (35).
Marcus Anthony Davis (35).  © Multnomah Co Sheriff

Marcus Anthony Davis stand zum Zeitpunkt des Unfalls unter Bundesaufsicht und hatte nur zehn Stunden Freigang aus seiner Untersuchungshaft, um die Geburt seines Kindes mitzuerleben.

Natürlich hätte er gar keine Schusswaffe besitzen dürfen, berichtete oregonlive.com über den ungeschickten Verbrecher. 

Das wusste der 35-Jährige und ließ sich nach seinem "Unfall" eine kreative Geschichte für die Polizisten einfallen. 

Folgendes erzählte er den Ermittlern: Er sei am 8. Januar an einer Bushaltestelle von einem Obdachlosen ausgeraubt und angeschossen worden. Die Kugel durchdrang seinen Penis, einen Hoden und seinen Oberschenkel.

Das Problem, neben der vermutlich schmerzhaften Verletzung: Die Beamten fanden am angeblichen Tatort keinen Hinweis auf eine Schießerei oder einen Raubüberfall. Die Schusswunde selbst, war wohl nicht als Beweis ausreichend. 

Glücklicherweise, könnte man meinen, sonst wäre der 35-Jährige vielleicht ungestraft davon gekommen. Ist er aber nicht. 

Das ist tatsächlich passiert: Wie coole Gangster es nun mal tun, trug auch Marcus Anthony Davis seine Pistole im Bund seiner Hose. Geladen und zu seinem Pech, entsichert. Es kam, wie es kommen musste: Durch eine falsche Bewegung löste sich ein Schuss und traf ihn in die Leiste. Oder wie es der Staatsanwalt Lewis Burkhart erklärt: "Die gesammelten Beweise zeigten, dass die Verletzungen mit einer versehentlichen Entladung übereinstimmten, die sich ereignete, während der Angeklagte die Waffe in einer Tasche oder einem Hosenbund trug".

Aufgeflogen ist er schließlich durch die gestohlene Tatwaffe, die der nicht ganz so findige 35-Jährige wohl im Auto seiner Freundin versteckt hatte. Außerdem fanden die Ermittler dort seine blutige Kleidung und seine Jogginghose, inklusive Schussloch. 

Vor Gericht bekannte er sich am Montag für schuldig, ein Schwerverbrecher im Besitz einer gestohlenen (illegalen) Schusswaffe zu sein. Die Richterin Karin J. Immergut verurteilte ihn zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis. 

Titelfoto: Multnomah Co Sheriff

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