Auto fährt rücksichtslos: Beamte können nicht glauben, wer am Steuer sitzt

Washington - Hundebesitzer neigen gern mal dazu, ihre flauschigen Vierbeiner zu vermenschlichen. Ein Mann in Washington ging jetzt allerdings einen Schritt zu weit. Weil er seinem Hund das Autofahren beibringen wollte, musste die Polizei anrücken.

Der Pitbull wurde nach der Höllenfahrt in ein Tierheim gebracht. (Symbolbild)
Der Pitbull wurde nach der Höllenfahrt in ein Tierheim gebracht. (Symbolbild)  © Uwe Zucchi/dpa

Der Mann wurde verhaftet, nachdem er sich eine Verfolgungsjagd mit zwei Polizeistreifen lieferte, sagte die Sprecherin der Washington State Patrol gegenüber CNN

Zuvor hatte der Mann zwei andere Autos gerammt und fuhr jedes Mal weiter: "Er fuhr sehr unregelmäßig. So unregelmäßig, dass mehrere Leute die Polizei anriefen."

Der Verdächtige fuhr "absolut rücksichtslos" und mit überhöhter Geschwindigkeit.  Als einer der Polizisten versuchte, das Auto des Verdächtigen in die Enge zu treiben, sah er auch den Grund: 

Während der Mann das Lenkrad steuerte, saß sein Pitbull auf dem Fahrersitz!

Als er versuchte, den Polizeiwagen auszuweichen, wich der Verdächtige auf einen Weg für Fußgänger und Radfahrer aus, der sehr rege genutzt wird.

Ein Glück also, dass niemand durch den tierischen Fahrer verletzt wurde: "Wir sind sehr dankbar", äußerte sich die Polizistin Heather Axtman zu dem Fall.

"Ich habe noch nie so eine Ausrede gehört"

Erst Spike-Streifen, die die Räder des Fahrzeugs beschädigten, konnten den Mann und seinen Hund aufhalten.

Auf die Frage hin, warum der Verdächtige seinen Hund auf dem Fahrersitz platziert hatte, antwortete dieser, dass er dem Pitbull zeigen wollte, wie man Auto fährt.

"Ich bin seit fast 12 Jahren im Dienst und, wow, ich habe diese Ausrede noch nie gehört. Ich war bei vielen Hochgeschwindigkeitsjagden dabei, habe viele Autos angehalten, aber habe noch nie so eine Ausrede gehört, dass man seinem Hund das Fahren beibringen wollte", sagte Axtman.

Der Mann wurde wegen rücksichtsloser Gefährdung sofort in Gewahrsam genommen. Der Hund wurde nach der Verhaftung seines Besitzers ins Tierheim gebracht.

Titelfoto: Uwe Zucchi/dpa

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