Modelabel wollte schwarzes Model mit Photoshop weiß machen

USA - Durch den gewaltsamen Tod von George Floyd wird gerade auf der ganzen Welt dem Rassismus der Kampf angesagt. Viele Menschen, darunter auch Promis, sowie Unternehmen setzten den Hashtag #BlackLivesMatter und setzten damit ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Schauspieler Tommy Dorfman (28) brachte den Skandal ans Licht.
Schauspieler Tommy Dorfman (28) brachte den Skandal ans Licht.  © Screenshot/Instagram/ferragamo/tommy.dorfman

So auch das italienische Modehaus Salvatore Ferragamo. Auf Instagram postete das Luxuslabel einen Beitrag, in dem es um Rassismus ging. 

"Niemand wird geboren, weil er einen anderen Menschen aufgrund seiner Hautfarbe, seines Hintergrunds oder seiner Religion hasst. Die Menschen müssen lernen zu hassen, und wenn sie lernen können zu hassen, kann ihnen das Lieben beigebracht werden, denn Liebe kommt für das menschliche Herz natürlicher als das Gegenteil", zitierte das Unternehmen Nelson Mandela. 

Dummerweise kam der Beitrag bei den Instagram-Nutzern gar nicht gut an, weil die Hände, die auf dem Bild abgebildet sind, dieselben Hautfarben haben. "Mehr Gleichheit aber all diese Arme schauen gleich aus??? Huh?", schrieb ein User.

Der Rassismus-Eklat rückte jedoch erst in den Mittelpunkt, als sich Schauspieler Tommy Dorfman einschaltete. Der 28-Jährige war Teil der "VIVA"-Kampagne von Ferragamo und wirkte als Fotograf mit. 

Mit dabei waren auch Schauspielerin Camila Mendes, Model Paloma Elsesser und Transgender-Model Dara Allen.

Ferragamo äußerte transphobe und rassistische Kommentare

Models präsentieren die Kreationen der Herbst/Winter Damenkollektion 2020/21 des italienischen Modeunternehmens Salvatore Ferragamo.
Models präsentieren die Kreationen der Herbst/Winter Damenkollektion 2020/21 des italienischen Modeunternehmens Salvatore Ferragamo.  © Antonio Calanni/AP/dpa

In seiner Insta-Story, die kurz danach von "Diet Prada" auf Instagram gepostet wurde, berichtete Dorfman über rassistische Kommentare der Mitarbeiter von Ferragamo.

"Das Team von Ferragamo hat abscheuliche transphobe, körperphobe und rassistische Dinge in meiner Gegenwart gesagt. Ich habe sie jedes Mal darauf hingewiesen, und sie haben versprochen, sie zu bessern."

Das Krasse folgt jedoch noch: "Ich habe auch gehört, wie der Creative Director gefragt hat, ob sie ein schwarzes Model in Photoshop weiß machen können."

Trotz Drohungen ging der 28-Jährige an die Öffentlichkeit und brach den Kontakt sowie die Zusammenarbeit zum Label ab. Ferragamo hat sich bisher nicht zu diesem Vorfall geäußert. 

Titelfoto: Screenshot/Instagram/ferragamo/tommy.dorfman

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