Nach Tod von George Floyd: Basketball-Ikone Michael Jordan "zutiefst traurig" über Ereignisse in den USA

Charlotte - Nach Tagen voller Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA hat sich auch der für gewöhnlich unpolitische Ex-Basketballer Michael Jordan zu Wort gemeldet.

Michael jordan (57) sprach der Familie des in Folge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorbenen Afroamerikaners George Floyd am Sonntag sein Mitgefühl aus.
Michael jordan (57) sprach der Familie des in Folge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorbenen Afroamerikaners George Floyd am Sonntag sein Mitgefühl aus.  © EPA/DAVIS TURNER

Der 57 Jahre alte sechsmalige NBA-Champion sprach der Familie des in Folge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorbenen Afroamerikaners George Floyd am Sonntag (Ortszeit) sein Mitgefühl aus.

"Ich bin zutiefst traurig, wirklich gequält und einfach wütend. Ich sehe und fühle jedermanns Schmerz, Empörung und Wut", leitete Jordan seine via seiner Sprecherin veröffentlichte Stellungnahme ein. 

Der ehemalige Superstar der Chicago Bulls sagte, er habe keine Antworten. 

Man müsse einander zuhören, Einigkeit zeigen und dürfe sinnloser Gewalt nie den Rücken kehren.

Michael Jordan schlägt in selbe Kerbe wie LeBron James

Jordan reiht sich damit ein in die Vielzahl von prominenten (Ex-)Sportlern in den USA, die seit Bekanntwerden des Vorfalls am vergangenen Montag ihre Wut und ihre Sorge öffentlich gemacht haben. Schon sehr früh waren die Basketball-Größen Stephen Curry und LeBron James in den sozialen Netzwerken aktiv.

Neben Jordans ehemaligem Club, den Chicago Bulls, äußerte sich am Sonntag auch der Trainer der LA Clippers, Doc Rivers, in einer Stellungnahme. 

Er bezog sich darin auch auf die Randale, die in den vergangenen Tagen die zuvor meist friedlichen Proteste zunehmen abgelöst haben. 

Rivers: "Schwarz zu sein ist hart"

Der US-Amerikaner galt als einer der besten Basketballer der Welt.
Der US-Amerikaner galt als einer der besten Basketballer der Welt.  © IPOL

Diese Reaktion auf den Tod Floyds habe sich seit Jahrzehnten angebahnt, schreibt Rivers. 

Zu oft verurteilten Menschen die Reaktion auf etwas und nicht den Auslöser.

"Schwarz zu sein in Amerika ist hart", schrieb Rivers und betonte im gleichen Text. "Dies ist kein afroamerikanisches Problem. Das ist ein Problem der Menscheit."

Titelfoto: EPA/DAVIS TURNER ; IPOL ; Screenshot/Twitter Estee Portnoy

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